Erinnerungswimpel des Traditionsvereins KSS-Brigade Saßnitz e.V.

2011
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Wimpel aus blauem Stoff, mit goldfarbigem Faden bestickt: „Zur Erinnerung an den Bordaufenthalt der Teilnehmer des XI. Treffens des Traditionsvereins KSS-Brigade Saßnitz e.V. Wilhelmshaven 09.09.2011“. Darunter Wappen des Traditionsvereins. Oben schwarz-rot-goldene Kordel zur Befestigung. (62 x 18 cm)


Dieser Wimpel wird am 9. September 2011 durch Mitglieder des ostdeutschen Traditionsvereins der Küstenschutzschiff-Brigade Saßnitz an die Wilhelmshavener Marinekameradschaft übergeben. Bevor es dazu kommt, muss das Vorstandsmitglied des Traditionsvereins Hans Fischer einige Überzeugungsarbeit leisten. Die ehemaligen Angehörigen der Volksmarine assoziieren Wilhelmshaven vor allem mit der nationalsozialistischen Kriegsmarine. Erst ein Brief an alle Vereinsmitglieder, in dem Fischer Wilhelmshaven als Geburtsort aller deutschen Marinen darstellt, führt zu einem Umdenken. Aber auch im Kontakt mit der hiesigen Marinekameradschaft muss zunächst dem Misstrauen der ehemaligen Gegner im Ost-West-Konflikt begegnet werden. Alle Vorbehalte sind jedoch in dem Moment vergessen, als beide Gruppen miteinander ins Gespräch kommen. Die gemeinsame Erinnerung des Mit- aber auch Gegeneinanders auf See überwiegt gegenüber unterschiedlichen Meinungen des Traditionsverständnisses. Auch das restliche Programm, der Besuch der Fregatte LÜBECK, eine Führung im Deutschen Marinemuseum und eine Kranzniederlegung auf dem Wilhelmshavener Ehrenfriedhof, tragen zum Erfolg der Veranstaltung bei.


Hans Fischer wir am 25. Februar 1940 in Nordhausen/Harz geboren. Während der Lehre zum Maschinenschlosser entsteht Wunsch Ingenieur für Motoren- oder Schiffsbau zu werden. Obwohl 1958 in der DDR noch keine allgemeine Wehrpflicht besteht, muss der Antritt eines Studiums mit einem 18monatigen Wehrdienst „erkauft“ werden. Gegen den Willen seiner Eltern entscheidet sich Fischer für die damaligen Seestreitkräfte und eine sogar dreijährige Dienstverpflichtung, weil er so auf eine Maschinistenausbildung hofft. In Parow wird er tatsächlich an Dieselmotoren ausgebildet, dann aber auf ein Küstenschutzschiff mit Dampfturbinenantrieb versetzt. Sein Wissenshunger führt zur Beförderung als diensttuender Pumpenmaat, obwohl er lediglich Obermatrose ist. Nach dem Wehrdienst absolviert Fischer in Berlin ein Studium der Kraft- und Arbeitsmaschinen und arbeitet ab 1966 als Ingenieur in einem Betrieb, der Luftfilter für Motoren herstellt. Weil er keine Westverwandtschaft hat, darf er ins westliche Ausland (u.a. in die USA und nach Japan) reisen, um dort Maschinen abzunehmen und die Versandfreigabe in die DDR zu erteilen. Aufgrund dieser Erfahrungen wechselt er in ein Außenhandelsunternehmen der DDR. Nach der Wende eröffnet er eine private Handelsfirma. 2000 geht er mit 60 Jahren in Rente und erfährt 2001 durch Zufall von der Existenz des Traditionsvereins. Seit 2005 ist er in dessen Vorstand und verantwortlich für das Finanzwesen und die Organisation der Jahrestreffen. In der Skagerrakschlacht 1916 fällt sein Onkel auf dem Schlachtkreuzer S.M.S. SEYDLITZ. Da sich dessen Grab auf dem Ehrenfriedhof in Wilhelmshaven befindet, besteht bereits vor der Wende ein Bezug zur Jadestadt.


Wilhelmshaven wird 150

150 Jahre

Preußens Wunsch nach einem Marinehafen an der Nordsee liefert die Initialzündung für die Gründung der Stadt am Jadebusen. Seitdem prägt das Miteinander von Militär und Stadt die Stadtgeschichte.

Eine Ausstellungsprojekt im Marinemuseum wird dies untersuchen. Im Mittelpunkt steht ein Ausstellungskalender, den Sie befüllen können: Wir suchen Objekte, welche die Wechselbeziehung von Stadt und Militär dokumentieren.

Wo spielten Soldatinnen und Soldaten im gesellschaftlichen Leben der Stadt eine Rolle. Wie sah der Alltag in einer Garnisonstadt aus? Wie veränderte der Krieg das Leben der Bürgerinnen und Bürger?


Wir suchen Exponate

Exponate

Sie haben ein Objekt, das das Miteinander von Stadt und Militär illustriert und etwas über die Geschichte der Bürgerinnen und Bürger von Wilhelmshaven verrät?

Dann bringen Sie es aus dem Dunkel ins Licht der Öffentlichkeit, stellen Sie es uns vor, erzählen Sie uns, mit wessen Geschichte es verbunden ist und was es mit ihm auf sich hat.

Gemeinsam mit Ihnen überlegen wir, ob und wie es in den Ausstellungskontext eingebunden werden kann.

Das Digitale ist Ihnen zu umständlich? Kein Problem: Kommen Sie einfach an jedem ersten Donnerstag im Monat um 15.00 h zum Seemannssonntag ins Museum und kommen Sie direkt mit uns ins Gespräch. Wir freuen uns auf Sie!

Wir danken herzlich für die Unterstützung: