Reiterstandbild

1997
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Geschnitztes Reiterstandbild aus Holz. Fußball im Rahmen der Fußballweltmeisterschaft der Männer im Jahr 2002 hinzugefügt. (135 x 30,5 x 99 cm)


Bei diesem Objekt handelt es sich um ein neuzeitliches ‚Souvenir von fremden Küsten‘, wie es von Angehörigen deutscher Marinen gerne von Ausbildungsreisen oder Auslandseinsätzen mitgebracht wird. Im Rahmen der Übung DESEX 972 läuft die Fregatte BREMEN 1997 den chinesischen Hafen SHANGHAI an. Dort kauft Heiko Rottmann in einem sogenannten „Friendship Store“ dieses Reiterstandbild. Mit diesen Geschäften erwirtschaftet die chinesische Regierung wertvolle Auslandswährungen (ähnlich wie die „Intershops“ in der ehemaligen DDR). Der Rücktransport des Standbildes erweist sich jedoch als schwierig: im Hafen angekommen stellt Rottmann fest, dass er – wie er selbst sagt – ein wichtiges Detail „vor lauter Kaufrausch nicht beachtet hatte“: mittlerweile ist Hochwasser und so muss das Standbild über steile Leitern und Niedergänge auf die BREMEN transportiert werden. Die Rückreise nach Deutschland absolviert das Standbild in der Kammer Rottmanns. Seitdem verweist es auf der Wohnzimmerfensterbank seiner Wilhelmshavener Wohnung auf die weite Welt jenseits der heimischen Gewässer.


Heiko Rottmann wird am 2. Juli 1966 in Bremerhaven als Sohn eines Marineoffiziers geboren. Nach dem Abitur 1985 an der Cäcilienschule Wilhelmshaven tritt er in die Bundesmarine ein und gehört zur Crew VII/86. Es folgt ein Studium der Wirtschafts- und Organisationswissenschaften an der Universität der Bundeswehr in Hamburg. In der Folge ist Rottmann als Artillerieoffizier auf den Zerstörern BAYERN und SCHLESWIG-HOLSTEIN und als I. Schiffsversorgungsoffizier auf der Fregatte BREMEN eingesetzt. Auf eine Verwendung als Personaloffizier im Personalamt der Bundeswehr in Köln folgen weitere Borddienstzeiten als Erster Offizier des Einsatzgruppenversorgers BERLIN, sowie als Kommandant des Einsatzgruppenversorgers FRANKFURT AM MAIN. Zurzeit ist Rottmann im Bundesministerium der Verteidigung und dort im Presse- und Informationsstab in Berlin eingesetzt.


Wilhelmshaven wird 150

150 Jahre

Preußens Wunsch nach einem Marinehafen an der Nordsee liefert die Initialzündung für die Gründung der Stadt am Jadebusen. Seitdem prägt das Miteinander von Militär und Stadt die Stadtgeschichte.

Eine Ausstellungsprojekt im Marinemuseum wird dies untersuchen. Im Mittelpunkt steht ein Ausstellungskalender, den Sie befüllen können: Wir suchen Objekte, welche die Wechselbeziehung von Stadt und Militär dokumentieren.

Wo spielten Soldatinnen und Soldaten im gesellschaftlichen Leben der Stadt eine Rolle. Wie sah der Alltag in einer Garnisonstadt aus? Wie veränderte der Krieg das Leben der Bürgerinnen und Bürger?


Wir suchen Exponate

Exponate

Sie haben ein Objekt, das das Miteinander von Stadt und Militär illustriert und etwas über die Geschichte der Bürgerinnen und Bürger von Wilhelmshaven verrät?

Dann bringen Sie es aus dem Dunkel ins Licht der Öffentlichkeit, stellen Sie es uns vor, erzählen Sie uns, mit wessen Geschichte es verbunden ist und was es mit ihm auf sich hat.

Gemeinsam mit Ihnen überlegen wir, ob und wie es in den Ausstellungskontext eingebunden werden kann.

Das Digitale ist Ihnen zu umständlich? Kein Problem: Kommen Sie einfach an jedem ersten Donnerstag im Monat um 15.00 h zum Seemannssonntag ins Museum und kommen Sie direkt mit uns ins Gespräch. Wir freuen uns auf Sie!

Wir danken herzlich für die Unterstützung: