Gebrauchte Blumenvase

1994
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Porzellanvase mit aufgemaltem mehrfarbigem Motiv der sogenannten „Kaiserachse“ Wilhelmshavens, die mit der Adalbertstraße und dem Stationsgebäude der Nordseestation die repräsentative Mitte der Stadt bildete und goldenen Laubverzierungen. Beschriftung unter der Abbildung: „Adalbertstrasse und Stationsgebäude Wilhelmshaven“. 9x9x17,5cm


Meike Kaboth kauft diese Vase 1994 auf einem Flohmarkt in Wilhelmshaven. Von wann die Vase ursprünglich stammt und wer ihre Vorbesitzer waren, lässt sich nicht mehr eindeutig klären. Da die 1901 eingeweihte Christuskirche an der Ecke Peter- und Adalbertstraße noch nicht dargestellt wird, könnte die Vase möglicherweise vor dieser Zeit entstanden sein. Sie zeigt den heutigen Friedrich-Wilhelm-Platz noch mit Schienen durchzogen, die vom nahegelegen Bahnhof zur Kaiserlichen Werft führen. Wie viele andere Zivil- und Militärgebäude geht auch das 1872 im Tudor-Stil errichtete Stationsgebäude durch Bombenangriffe während des Zweiten Weltkrieges verloren. Die Tatsache, dass solche Erinnerungsstücke auf Flohmärkten weitergegeben und nachgefragt werden, zeigt die Verbindung der Wilhelmshavener Bevölkerung zu ihrer Stadt und deren Geschichte, auch wenn deren Spuren nur noch auf Erinnerungsstücken wie diesen vorhanden sind.


Meike Kaboth wird am 24. August 1960 in Sande geboren. In ihrer Kindheit lebt sie in der Wohnsiedlung neben dem Wilhelmshavener Stadttheater, deren Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg durch Marshallplan-Geldern finanziert wird. Zunächst arbeitet sie als Beamtin in der Stadtverwaltung. Von 2002 bis 2010 betreibt sie das Theatercafé, die heutige Artischocke. Parallel dazu bewirtschaftet sie mit ihrem Mann Harald das Mannschafts- und Unteroffiziersheim in der Ebkeriege. Seit 2010 ist sie zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen an der Kasse des Deutschen Marinemuseums erste Ansprechpartnerin für die Besucher des Hauses.


Wilhelmshaven wird 150

150 Jahre

Preußens Wunsch nach einem Marinehafen an der Nordsee liefert die Initialzündung für die Gründung der Stadt am Jadebusen. Seitdem prägt das Miteinander von Militär und Stadt die Stadtgeschichte.

Eine Ausstellungsprojekt im Marinemuseum wird dies untersuchen. Im Mittelpunkt steht ein Ausstellungskalender, den Sie befüllen können: Wir suchen Objekte, welche die Wechselbeziehung von Stadt und Militär dokumentieren.

Wo spielten Soldatinnen und Soldaten im gesellschaftlichen Leben der Stadt eine Rolle. Wie sah der Alltag in einer Garnisonstadt aus? Wie veränderte der Krieg das Leben der Bürgerinnen und Bürger?


Wir suchen Exponate

Exponate

Sie haben ein Objekt, das das Miteinander von Stadt und Militär illustriert und etwas über die Geschichte der Bürgerinnen und Bürger von Wilhelmshaven verrät?

Dann bringen Sie es aus dem Dunkel ins Licht der Öffentlichkeit, stellen Sie es uns vor, erzählen Sie uns, mit wessen Geschichte es verbunden ist und was es mit ihm auf sich hat.

Gemeinsam mit Ihnen überlegen wir, ob und wie es in den Ausstellungskontext eingebunden werden kann.

Das Digitale ist Ihnen zu umständlich? Kein Problem: Kommen Sie einfach an jedem ersten Donnerstag im Monat um 15.00 h zum Seemannssonntag ins Museum und kommen Sie direkt mit uns ins Gespräch. Wir freuen uns auf Sie!

Wir danken herzlich für die Unterstützung: