Fragment der Berliner Mauer

1991
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Betonstück auf Holzplatte mit Messingplakette. Aufschrift: „Berliner Mauer 13.08.1961-09.11.1989 FGS Schleswig-Holstein SNFL 1991“. (18,5 x 14 x 6cm)

Inventarnummer: 2019-105-001


Der Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 und die deutsche Wiedervereinigung gelten als Symbol für das Ende des Ost-West-Konflikts. Dies sieht auch Fregattenkapitän Otto May so, der zu dieser Zeit Kommandant auf dem Zerstörer D182 SCHLESWIG-HOLSTEIN ist. Ein Besatzungsmitglied bringt in seinem privaten PKW eine große Menge Mauerteile nach Wilhelmshaven. Von dort gehen sie zusammen mit Ersatzteilen per LKW-Versorgungstransport nach Portsmouth in England. Dort liegt u.a. die eigentlich in Wilhelmshaven stationierte SCHLESWIG-HOLSTEIN, als Teil des deutschen Kontingents an STANAVFORLANT, der Standing Naval Force Atlantic der NATO. In der Maschinenwerkstatt des Zerstörers werden diese Erinnerungsstücke gefertigt, die die deutschen Besatzungsmitglieder in den kommenden Jahren als Gastgeschenke an befreundete Schiffsbesatzungen der NATO-Partner und bei Hafenbesuchen als Dank für die Unterstützung während der deutschen Teilung verteilen. Gleichzeitig zeigt sich so auch der Stolz der Besatzung, durch den eigenen Dienst an der Wiedervereinigung beigetragen zu haben.


Jörg Owen wird 1945 in Varel geboren, wächst in Wilhelmshaven auf. Er tritt in die Bundesmarine ein und gehört der Crew IV/67 an. Von 1970 bis 1977 ist er auf Zerstörern der Klasse 101 und Schnellbooten eingesetzt. An eine Ausbildung an der Operationsschule im niederländischen Den Helder schließen sich Bordverwendungen auf Zerstörern der Klasse 103, von 1985 bis 1987 die Admiralstabsausbildung, sowie eine Verwendung am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik in Hamburg an. Nach einer Kommandantenverwendung auf dem Zerstörer LÜTJENS ist er von 1990 bis 1991 Chef des Stabes der STANAVFORLANT. In diesem Zuge erhält er 1991 dieses Fragment der Berliner Mauer. Bis zu seiner Pensionierung als Kapitän zur See im Jahr 2005 ist er noch Kommandeur des 1. Zerstörergeschwaders, Referatsleiter im Führungsstab der Marine, Chef des Stabes der Zerstörerflottille und schließlich Kommandeur der Marineoperationsschule. Bis 2017 ist er zudem Vorsitzender des Wilhelmshavener Segelclubs.


Wilhelmshaven wird 150

150 Jahre

Preußens Wunsch nach einem Marinehafen an der Nordsee liefert die Initialzündung für die Gründung der Stadt am Jadebusen. Seitdem prägt das Miteinander von Militär und Stadt die Stadtgeschichte.

Eine Ausstellungsprojekt im Marinemuseum wird dies untersuchen. Im Mittelpunkt steht ein Ausstellungskalender, den Sie befüllen können: Wir suchen Objekte, welche die Wechselbeziehung von Stadt und Militär dokumentieren.

Wo spielten Soldatinnen und Soldaten im gesellschaftlichen Leben der Stadt eine Rolle. Wie sah der Alltag in einer Garnisonstadt aus? Wie veränderte der Krieg das Leben der Bürgerinnen und Bürger?


Wir suchen Exponate

Exponate

Sie haben ein Objekt, das das Miteinander von Stadt und Militär illustriert und etwas über die Geschichte der Bürgerinnen und Bürger von Wilhelmshaven verrät?

Dann bringen Sie es aus dem Dunkel ins Licht der Öffentlichkeit, stellen Sie es uns vor, erzählen Sie uns, mit wessen Geschichte es verbunden ist und was es mit ihm auf sich hat.

Gemeinsam mit Ihnen überlegen wir, ob und wie es in den Ausstellungskontext eingebunden werden kann.

Das Digitale ist Ihnen zu umständlich? Kein Problem: Kommen Sie einfach an jedem ersten Donnerstag im Monat um 15.00 h zum Seemannssonntag ins Museum und kommen Sie direkt mit uns ins Gespräch. Wir freuen uns auf Sie!

Wir danken herzlich für die Unterstützung: