1989 - Routenkarte der AAG 312-89

1989
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Papierkarte, schwarz-weiß bedruckt, zeigt Wappen des 4. Minensuchgeschwaders, die beteiligten Einheiten sowie die Reiseroute, 24 x 30 cm Inventarnummer: 2018-318-007


Vom 17. Mai bis 23. Juni 1989 führt das Wilhelmshavener 4. Minensuchgeschwader eine „Ausbildung in außerheimischen Gewässern“ (abgekürzt AAG) durch. Die fünf Minenjagdboote der LINDAU-Klasse (GÖTTINGEN, WETZLAR, WEILHEIM, MINDEN und VÖLKLINGEN) verlegen dazu von Wilhelmshaven über Brest nach La Coruña. Über Bordeaux und Zeebrüge geht es wieder nach Wilhelmshaven zurück. Die Boote, die durch das Troßschiff NIENBURG unterstützt werden, legen dabei 2230 Seemeilen (4130 Kilometer) zurück. Während heute Auslandseinsätze im Fokus stehen, wenn es um die Abwesenheit vom Heimathafen geht, sind es im Ost-West-Konflikt solche Auslandsreisen, die zwar einerseits Trennung von Familie und Freunden bedeuten, andererseits aber auch die Chance bieten fremde Häfen anzulaufen und so etwas von der Welt zu sehen. Einen Teilnehmer der AAG können Sie hier im Museum treffen. Nach der endgültigen Außerdienststellung am 15. Juni 1995 ist die WEILHEIM seit 1997 im Besitz des Deutschen Marinemuseums in Wilhelmshaven und zählt damit, neben dem U-Boot U10, zu den dessen ersten begehbaren Großexponaten.


Peter Heimstaedt wird am 8. November 1955 in Bremen geboren und geht in Elsfleth zur Schule, wo er 1978 die Fachhochschulreife im Fach Nautik/Technik erhält. Daran schließt sich ein Fachhochschulstudium der Nautik in Oldenburg an. Als nautischer Offizier fährt er danach für Hapag-Lloyd zur See. Von 1988 bis 1993 ist er Zeitoffizier der Marine und überwacht unter anderem den Abzug der sowjetischen Landstreitkräfte nach der deutschen Wiedervereinigung. Zuvor nimmt er als Fernmelde-Offizier und nautischer Wachoffizier an Bord der NIENBURG an der AAG 312-89 teil. Nach dem Ende dieser Tätigkeit arbeitet er bis zu seiner Pensionierung 2018 in verschiedenen Positionen in der Logistikbranche, fährt zwischen 2011 und 2015 auch erneut als nautischer Offizier zur See.


Wilhelmshaven wird 150

150 Jahre

Preußens Wunsch nach einem Marinehafen an der Nordsee liefert die Initialzündung für die Gründung der Stadt am Jadebusen. Seitdem prägt das Miteinander von Militär und Stadt die Stadtgeschichte.

Eine Ausstellungsprojekt im Marinemuseum wird dies untersuchen. Im Mittelpunkt steht ein Ausstellungskalender, den Sie befüllen können: Wir suchen Objekte, welche die Wechselbeziehung von Stadt und Militär dokumentieren.

Wo spielten Soldatinnen und Soldaten im gesellschaftlichen Leben der Stadt eine Rolle. Wie sah der Alltag in einer Garnisonstadt aus? Wie veränderte der Krieg das Leben der Bürgerinnen und Bürger?


Wir suchen Exponate

Exponate

Sie haben ein Objekt, das das Miteinander von Stadt und Militär illustriert und etwas über die Geschichte der Bürgerinnen und Bürger von Wilhelmshaven verrät?

Dann bringen Sie es aus dem Dunkel ins Licht der Öffentlichkeit, stellen Sie es uns vor, erzählen Sie uns, mit wessen Geschichte es verbunden ist und was es mit ihm auf sich hat.

Gemeinsam mit Ihnen überlegen wir, ob und wie es in den Ausstellungskontext eingebunden werden kann.

Das Digitale ist Ihnen zu umständlich? Kein Problem: Kommen Sie einfach an jedem ersten Donnerstag im Monat um 15.00 h zum Seemannssonntag ins Museum und kommen Sie direkt mit uns ins Gespräch. Wir freuen uns auf Sie!

Wir danken herzlich für die Unterstützung: