Fotoalbum des „Wilhelmshavener Kreises“

1985
Auf facebook teilen… 

Fotoalbum mit Pappdeckel und Fadenheftung. (32,5 x 23 x 4 cm)


Am 10. Juli 1985 tritt Dorothea Huber als Präsidentin des „Wilhelmshavener Kreises“ zurück, weil sie ihrem Mann an dessen neuen Dienstort München/Ottobrunn folgt. Zwei Jahre zuvor ist sie an der Gründung des Kreises beteiligt. In einer Zeit, in der die Bundeswehr wenig Rücksicht auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ihrer Angehörigen nimmt, ist der Kreis eine Selbsthilfegruppe. Hier organisieren ab 1983 Ehefrauen von Marineoffizieren kulturelle Aktivitäten. Dabei übernehmen sie das hierarchisch geprägte Denken der Ehemänner. Der Kreis ist in einen „inneren“ und einen „äußeren Kreis“ unterteilt. Im „inneren Kreis“ findet die Organisation statt, da man „unmöglich mit 40 Leuten debattieren“ könne, wie es im Gründungsaufruf heißt. Später können allerdings auch Frauen ohne Marinebezug teilnehmen.


Dorothea Huber wird am 12. Juni 1935 in Ostpreußen geboren. Im Januar 1945 flüchtet sie mit ihrer Mutter und zwei Geschwistern zunächst nach Schleswig-Holstein. Ihr Vater kehrt aus dem Krieg nicht heim. Huber geht im hessischen Bad Nauheim m zur Schule. 1954 heiratet sie Hans-Henning Podzun und arbeitet in dessen Verlag. Nach dem Tode ihres Mannes führt sie den Verlag bis Mitte der 1970er Jahre. 1965 heiratet sie erneut und zieht mit ihrem Ehemann, dem Marineoffizier Fritz Huber, zunächst nach Sonthofen im Allgäu, nach Kiel und 1981 nach Wilhelmshaven. Die Skepsis gegenüber der Kleinstadt verfliegt angesichts der herzlichen Aufnahme durch andere Marineehefrauen. Der Wunsch, das kulturelle Leben über traditionelle Kaffeeklatsche hinaus auszudehnen, führt zur Gründung des „Wilhelmshavener Kreises“.


Wilhelmshaven wird 150

150 Jahre

Preußens Wunsch nach einem Marinehafen an der Nordsee liefert die Initialzündung für die Gründung der Stadt am Jadebusen. Seitdem prägt das Miteinander von Militär und Stadt die Stadtgeschichte.

Eine Ausstellungsprojekt im Marinemuseum wird dies untersuchen. Im Mittelpunkt steht ein Ausstellungskalender, den Sie befüllen können: Wir suchen Objekte, welche die Wechselbeziehung von Stadt und Militär dokumentieren.

Wo spielten Soldatinnen und Soldaten im gesellschaftlichen Leben der Stadt eine Rolle. Wie sah der Alltag in einer Garnisonstadt aus? Wie veränderte der Krieg das Leben der Bürgerinnen und Bürger?


Wir suchen Exponate

Exponate

Sie haben ein Objekt, das das Miteinander von Stadt und Militär illustriert und etwas über die Geschichte der Bürgerinnen und Bürger von Wilhelmshaven verrät?

Dann bringen Sie es aus dem Dunkel ins Licht der Öffentlichkeit, stellen Sie es uns vor, erzählen Sie uns, mit wessen Geschichte es verbunden ist und was es mit ihm auf sich hat.

Gemeinsam mit Ihnen überlegen wir, ob und wie es in den Ausstellungskontext eingebunden werden kann.

Das Digitale ist Ihnen zu umständlich? Kein Problem: Kommen Sie einfach an jedem ersten Donnerstag im Monat um 15.00 h zum Seemannssonntag ins Museum und kommen Sie direkt mit uns ins Gespräch. Wir freuen uns auf Sie!

Wir danken herzlich für die Unterstützung: