Kölschglas

1984
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Kölschglas mehrfarbiger Aufdruck: „Fregatte KÖLN, der Tradition verpflichtet! ‚CÖLN‘ kommt!“ Mit Bildern von S.M.S. KÖLN I, S.M.S. KÖLN II, Leichter Kreuzer KÖLN, Fregatte F220 KÖLN und der Fregatte F211 KÖLN. (32 x 5,5 x 5,5cm)

Inventarnummer: 2007-022-004


Am 19. Oktober 1984 wird die Fregatte F211 KÖLN in Dienst gestellt und gehört im Anschluss zum 4. Fregattengeschwader der Bundesmarine in Wilhelmshaven. Dieses überdimensionale Kölschglas zeigt nicht nur den Bezug zur rheinischen Karnevalsmetropole, sondern beleuchtet auch zwei Facetten deutscher Marinegeschichte. Einerseits zeigt es von der Truppe selbstgeschaffene Traditionslinien, die mit dem mittlerweile fünfmal vergebenen Namen „Köln“ zusammenhängen. Der Ausspruch „‚Cöln‘ kommt!“ geht auf die erste KÖLN zurück. Mit diesem Funkspruch kündigt sie ihre Unterstützung anderer Schiffe der Kaiserlichen Marine an, die am 28. August 1914 in der Seeschlacht vor Helgoland überlegenen Kräften der britischen Royal Navy gegenüberstehen. Letztlich kann auch die KÖLN das Blatt nicht mehr wenden und sinkt als zusammengeschossenes Wrack. Nur ein Besatzungsmitglied überlebt. Die Besatzungen der folgenden Schiffe dieses Namens erachten dieses selbstlose Verhalten dennoch als traditionswürdig und wählen den Funkspruch als Motto. Die andere Facette behandelt den eigentlichen Zweck des Glases. Obwohl der Spruch „Einlaufen – Volllaufen – Auslaufen!“ weder ausschließlich für KÖLN-Besatzungen und ohnehin nicht für alle Marineangehörigen gilt, ist Alkoholmissbrauch in allen Teilstreitkräften ein wiederkehrendes Problem. Gerade in Zeiten der Langeweile, wie etwa bei längeren Hafen- oder Werftaufenthalten, dient der Rausch der Zerstreuung oder dem Frustabbau.


Die F122 KÖLN wird als sechstes Schiff der BREMEN-Klasse in Dienst gestellt. Noch für den Ost-West-Konflikt gebaut, ist sie nach 1990 vielen Einsätzen der Bundesmarine und später der Deutschen Marine beteiligt. Von Januar bis März 1991 ist sie das Flaggschiff der Operation SÜDFLANKE im Mittelmeer und von Januar bis April 1994 das Flaggschiff der Operation SOUTHERN CROSS vor der Küste Somalias. Neben verschiedenen anderen NATO-Verwendungen nimmt sie von Januar bis Juli 2002 und von April bis Oktober 2007 an der Operation ENDURING FREEDOM teil und operiert am Horn von Afrika. Bevor die KÖLN am 31. Juli 2012 außer Dienst gestellt wird, nimmt sie noch zweimal, jeweils von August bis Dezember 2010 und 2011, an der Operation ATALANTA teil. Dabei bekämpft sie erneut die Piraterie vor Somalia und schützt damit die humanitären Hilfslieferungen in das Bürgerkriegsland.


Wilhelmshaven wird 150

150 Jahre

Preußens Wunsch nach einem Marinehafen an der Nordsee liefert die Initialzündung für die Gründung der Stadt am Jadebusen. Seitdem prägt das Miteinander von Militär und Stadt die Stadtgeschichte.

Eine Ausstellungsprojekt im Marinemuseum wird dies untersuchen. Im Mittelpunkt steht ein Ausstellungskalender, den Sie befüllen können: Wir suchen Objekte, welche die Wechselbeziehung von Stadt und Militär dokumentieren.

Wo spielten Soldatinnen und Soldaten im gesellschaftlichen Leben der Stadt eine Rolle. Wie sah der Alltag in einer Garnisonstadt aus? Wie veränderte der Krieg das Leben der Bürgerinnen und Bürger?


Wir suchen Exponate

Exponate

Sie haben ein Objekt, das das Miteinander von Stadt und Militär illustriert und etwas über die Geschichte der Bürgerinnen und Bürger von Wilhelmshaven verrät?

Dann bringen Sie es aus dem Dunkel ins Licht der Öffentlichkeit, stellen Sie es uns vor, erzählen Sie uns, mit wessen Geschichte es verbunden ist und was es mit ihm auf sich hat.

Gemeinsam mit Ihnen überlegen wir, ob und wie es in den Ausstellungskontext eingebunden werden kann.

Das Digitale ist Ihnen zu umständlich? Kein Problem: Kommen Sie einfach an jedem ersten Donnerstag im Monat um 15.00 h zum Seemannssonntag ins Museum und kommen Sie direkt mit uns ins Gespräch. Wir freuen uns auf Sie!

Wir danken herzlich für die Unterstützung: