Farbfotographien vom Besuch des amerikanischen Flugzeugträgers USS NIMITZ.

1975
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Zwei Farbfotographien. Die linke zeigt den US-Matrosen Vince (Nachname unbekannt) in einem Schallplattenladen in den USA. Die Rückseite ist beschrieben mit „Stay sweet for me. Love Vince“. Die rechte Fotographie zeigt Meike Kaboth zusammen mit dem US-Matrosen Algier Johnson. Die Rückseite ist beschrieben mit „To Meike whom I adore, Algier Johnson“.


Am 27. August 1975 besucht der atomgetriebene Flugzeugträger USS NIMITZ der US-Navy die Stadt Wilhelmshaven im Rahmen ihrer Seeerprobung. Während die Anwesenheit des riesigen Schiffes in und um Wilhelmshaven ein Verkehrschaos auslöst, weil Schaulustige aus der gesamten Bundesrepublik einen Blick auf den Flugzeugträger werfen wollen, ist auch das Stadtbild selbst durch den Besuch geprägt. Viele Besatzungsangehörige nutzen den Aufenthalt, um sich in der Stadt umzusehen. In der Wilhelmshavener Bevölkerung gibt es deshalb Stimmen, die vor sexuellen Übergriffen der amerikanischen Marineangehörigen warnen. Ungeachtet dessen freunden sich Meike Kaboth und der US-Matrose Algier Johnson an. Kaboth ist von der zurückhaltenden Höflichkeit Johnsons beeindruckt. Hinzu kommt, dass der Austausch mit ausländischen Soldaten nicht oft vorkommt. Ihre englischen Sprachkenntnisse erleichtern die Kommunikation und so lädt sie Johnson in die elterliche Wohnung zum Kaffeetrinken ein, wo auch dieses Foto entsteht. Im Gegenzug zeigt Johnson Kaboth ‚seinen‘ Flugzeugträger, wobei die Fahrt mit dem Flugzeugaufzug vom Hangardeck auf das Flugdeck ein besonderes Highlight darstellt. Nachdem die USS NIMITZ die Jade-Stadt verlassen hat, gibt es einen Briefwechsel, der jedoch nur von kurzer Dauer ist.


Meike Kaboth wird am 24. August 1960 in Sande geboren. In ihrer Kindheit lebt sie in der Wohnsiedlung neben dem Wilhelmshavener Stadttheater, deren Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg durch Marshallplan-Geldern finanziert wird. Zunächst arbeitet sie als Beamtin in der Stadtverwaltung. Von 2002 bis 2010 betreibt sie das Theatercafé, die heutige Artischocke. Parallel dazu bewirtschaftet sie mit ihrem Mann Harald das Mannschafts- und Unteroffiziersheim in der Ebkeriege. Seit 2010 ist sie zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen an der Kasse des Deutschen Marinemuseums erste Ansprechpartnerin für die Besucher des Hauses.


Wilhelmshaven wird 150

150 Jahre

Preußens Wunsch nach einem Marinehafen an der Nordsee liefert die Initialzündung für die Gründung der Stadt am Jadebusen. Seitdem prägt das Miteinander von Militär und Stadt die Stadtgeschichte.

Eine Ausstellungsprojekt im Marinemuseum wird dies untersuchen. Im Mittelpunkt steht ein Ausstellungskalender, den Sie befüllen können: Wir suchen Objekte, welche die Wechselbeziehung von Stadt und Militär dokumentieren.

Wo spielten Soldatinnen und Soldaten im gesellschaftlichen Leben der Stadt eine Rolle. Wie sah der Alltag in einer Garnisonstadt aus? Wie veränderte der Krieg das Leben der Bürgerinnen und Bürger?


Wir suchen Exponate

Exponate

Sie haben ein Objekt, das das Miteinander von Stadt und Militär illustriert und etwas über die Geschichte der Bürgerinnen und Bürger von Wilhelmshaven verrät?

Dann bringen Sie es aus dem Dunkel ins Licht der Öffentlichkeit, stellen Sie es uns vor, erzählen Sie uns, mit wessen Geschichte es verbunden ist und was es mit ihm auf sich hat.

Gemeinsam mit Ihnen überlegen wir, ob und wie es in den Ausstellungskontext eingebunden werden kann.

Das Digitale ist Ihnen zu umständlich? Kein Problem: Kommen Sie einfach an jedem ersten Donnerstag im Monat um 15.00 h zum Seemannssonntag ins Museum und kommen Sie direkt mit uns ins Gespräch. Wir freuen uns auf Sie!

Wir danken herzlich für die Unterstützung: