Kompass eines Kleinst-U-Boots des Typs XXVII B „Seehund“

1969
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Kompass eines Kleinst-U-Boots des Typs XXVII B „Seehund“, Messing, Glas, Spiegelscheibe, Gummi (4 x 6 x 5,3 cm) Inventarnummer: 2018-275-003


Der gezeigte Kompass stammt aus einem „Seehund“, der am 14. August 1969 durch Günter Neumann und andere Taucher des Marinearsenals im Banter See geborgen wird. Mit dem nur 53mm breiten Kompass musste die Besatzung einen wichtigen Teil ihrer Navigation bestreiten. Der Begriff Besatzung darf bei den „Seehunden“ allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die 11,86 m langen U-Boote ‚nur‘ mit einem Kommandanten und einem Leitenden Ingenieur bemannt waren. Letzterer kümmerte sich vor allem um die Antriebsanlage. Den Kompass konnte er jedoch mittels eines Spiegels beobachten. Der Aufarbeitung durch das Arsenal verdankt der Kompass auch seinen guten Zustand. Dieser Kompass steht stellvertretend für die vielen militärischen Altlasten, die die Gewässer und Böden in und um Wilhelmshaven noch knapp 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges belasten. Während der Kompass als verhältnismäßig harmlos anzusehen ist, sind es die am gleichen U-Boot gefundenen, noch zündfähigen und mit insgesamt 560kg Sprengstoff bestückten Torpedos ganz und gar nicht.


Günter Neumann wird am 18. April 1939 in Tilsit, Ostpreußen geboren, dem heutigen Sowetsk in der russischen Exklave Oblast Kaliningrad. 1958 tritt er in die Bundesmarine ein und absolviert seine Grundausbildung bei der 3. Schiffstammabteilung in Glückstadt. Seine dreijährige Dienstzeit führt in über Borkum und Kiel nach Wilhelmshaven. Dort ist er ab 1963 bis 1995 als Tauchermeister beim Marinearsenal angestellt. Seinen Beruf zum Hobby machend, bereist er die ganze Welt und taucht bis 2015 in allen Ozeanen.


Wilhelmshaven wird 150

150 Jahre

Preußens Wunsch nach einem Marinehafen an der Nordsee liefert die Initialzündung für die Gründung der Stadt am Jadebusen. Seitdem prägt das Miteinander von Militär und Stadt die Stadtgeschichte.

Eine Ausstellungsprojekt im Marinemuseum wird dies untersuchen. Im Mittelpunkt steht ein Ausstellungskalender, den Sie befüllen können: Wir suchen Objekte, welche die Wechselbeziehung von Stadt und Militär dokumentieren.

Wo spielten Soldatinnen und Soldaten im gesellschaftlichen Leben der Stadt eine Rolle. Wie sah der Alltag in einer Garnisonstadt aus? Wie veränderte der Krieg das Leben der Bürgerinnen und Bürger?


Wir suchen Exponate

Exponate

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Dann bringen Sie es aus dem Dunkel ins Licht der Öffentlichkeit, stellen Sie es uns vor, erzählen Sie uns, mit wessen Geschichte es verbunden ist und was es mit ihm auf sich hat.

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