Bierdeckel der Jever-Brauerei anlässlich des Treffens des Deutschen Marinebundes im Juni 1963 in Wilhelmshaven

1963
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Aus Pappe gefertigte Bierdeckel mit verschiedenen Schiffsmotiven, dreifarbig bedruckt. (11 x 11 cm)


Das Treffen des Deutschen Marinebundes im Jahr 1963 wird von der Diskussion um den Besuch von Karl Dönitz dominiert. Der ehemalige Oberbefehlshaber der Kriegsmarine und Nachfolger Adolf Hitlers als Reichspräsident zieht seine zunächst gegebene Zusage zurück. Der Grund ist die Ankündigung der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Wilhelmshaven um Oberbürgermeister Johann Janßen, ihrerseits nicht teilnehmen zu wollen und auch jegliche Unterstützung des Treffens zu stoppen, falls Dönitz käme. Hintergrund dieser Haltung ist der Selbstmord eines Geesthachter Schulleiters, nachdem der Auftritt Dönitz‘ an dessen Schule für internationales Aufsehen und Kritik gesorgt hatte. Derartig schlechte Presse möchte man in Wilhelmshaven vermeiden. Dieses Ereignis veranschaulicht, welche politische Aufladung in dem Versuch steckt, eine Kontinuität zwischen Kriegsmarine und Bundesmarine herzustellen, die auch durch den Abdruck von Kriegsschiffen beider Marinen auf den Bierdeckeln suggeriert wird.
Diese Bierdeckel werden durch den zehnjährigen Uwe Boner gesammelt, der 1963 an einem Zeltlager der Hildesheimer Schreberjugend in Voslapp teilnimmt. Ein Ausflug führt an den Südstrand, wo aus Baracken Bier und für die Kinder Limonade verkauft wird.


Uwe Boner wird am 10. November 1953 in Hildesheim geboren. Nach der Volksschule macht er eine Ausbildung zum Elektroinstallateur. Danach verpflichtet er sich für vier Jahre bei der Marine. Ab Juli 1973 ist er auf der Fregatte F220 KÖLN als E-Werksfahrer eingesetzt. Nach dem Ausscheiden aus der Marine 1977 arbeitet er in seinem Ausbildungsberuf als Elektroinstallateur in Hildesheim und Hannover. Von 1981 bis 2017 arbeitet Boner als Hausmeister in Hannover. Über die Mitgliedschaft im Förderverein des Deutschen Marinemuseums, dem er seit 2002 angehört, kommt er zum Barkassendienst. Seit 2009 fährt er am Wochenende die Barkasse des Museums, seit der Rente und dem Umzug nach Wilhelmshaven auch an Wochentagen.


Wilhelmshaven wird 150

150 Jahre

Preußens Wunsch nach einem Marinehafen an der Nordsee liefert die Initialzündung für die Gründung der Stadt am Jadebusen. Seitdem prägt das Miteinander von Militär und Stadt die Stadtgeschichte.

Eine Ausstellungsprojekt im Marinemuseum wird dies untersuchen. Im Mittelpunkt steht ein Ausstellungskalender, den Sie befüllen können: Wir suchen Objekte, welche die Wechselbeziehung von Stadt und Militär dokumentieren.

Wo spielten Soldatinnen und Soldaten im gesellschaftlichen Leben der Stadt eine Rolle. Wie sah der Alltag in einer Garnisonstadt aus? Wie veränderte der Krieg das Leben der Bürgerinnen und Bürger?


Wir suchen Exponate

Exponate

Sie haben ein Objekt, das das Miteinander von Stadt und Militär illustriert und etwas über die Geschichte der Bürgerinnen und Bürger von Wilhelmshaven verrät?

Dann bringen Sie es aus dem Dunkel ins Licht der Öffentlichkeit, stellen Sie es uns vor, erzählen Sie uns, mit wessen Geschichte es verbunden ist und was es mit ihm auf sich hat.

Gemeinsam mit Ihnen überlegen wir, ob und wie es in den Ausstellungskontext eingebunden werden kann.

Das Digitale ist Ihnen zu umständlich? Kein Problem: Kommen Sie einfach an jedem ersten Donnerstag im Monat um 15.00 h zum Seemannssonntag ins Museum und kommen Sie direkt mit uns ins Gespräch. Wir freuen uns auf Sie!

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