Truppenausweis

1956
Auf facebook teilen… 

Truppenausweis der Bundesrepublik Deutschland, Nr. 86, ausgestellt auf Fred Sedat (8,3 x 18,7 cm)


Den Truppenausweis erhält Fred Sedat mit seinem Eintritt in die zum 1. Januar 1956 neu aufgestellt Bundesmarine. Damit zählt er zu den ersten Soldaten der neuaufgestellten westdeutschen Streitkräfte überhaupt. Im Ausweis ist seine Zugehörigkeit zur Marine-Lehrkompanie in Wilhelmshaven, seine Versetzung zum Marine-Stützpunkt-Kommando Bremerhaven nach Ablauf seiner Grundausbildung nach fünf Monaten sowie die Beförderung zum Gefreiten im Juli 1956 vermerkt. 1958 wird dieses für Soldaten wichtige Ausweisdokument durch einen Wehrpass ersetzt.


Fred Sedat wird am 4. März 1933 in Hamburg geboren. Er bewirbt sich 1954 freiwillig beim Verteidigungsministerium für den Fall einer Wiederaufstellung der Streitkräfte. Am 29. Dezember 1955 erhält er die Urkunde mit der „Berufung in das Dienstverhältnis eines freiwilligen Soldaten zum Matrosen“ und wird zum 1. Januar 1956 als einer der ersten Soldaten in die neu aufgestellte Bundeswehr aufgenommen. Am 2. Januar tritt er seinen Dienst in der Marine-Lehrkompanie in der Ebkeriege in Wilhelmshaven an. In den nächsten 30 Jahren absolviert Sedat u.a. eine Ausbildung zum Fernmeldesoldat, zum Bordnavigationsfunkmeister bei den Marinefliegern sowie zum Standortfernmeldeoffizier im VKK (Verteidigungskreiskommando) 242 Wilhelmshaven. Zuletzt leitet er im Dienstrang eines Kapitänleutnant die Kryptoverteilerstelle in Wilhelmshaven, bevor er 1986 in den Ruhestand geht.


Wilhelmshaven wird 150

150 Jahre

Preußens Wunsch nach einem Marinehafen an der Nordsee liefert die Initialzündung für die Gründung der Stadt am Jadebusen. Seitdem prägt das Miteinander von Militär und Stadt die Stadtgeschichte.

Eine Ausstellungsprojekt im Marinemuseum wird dies untersuchen. Im Mittelpunkt steht ein Ausstellungskalender, den Sie befüllen können: Wir suchen Objekte, welche die Wechselbeziehung von Stadt und Militär dokumentieren.

Wo spielten Soldatinnen und Soldaten im gesellschaftlichen Leben der Stadt eine Rolle. Wie sah der Alltag in einer Garnisonstadt aus? Wie veränderte der Krieg das Leben der Bürgerinnen und Bürger?


Wir suchen Exponate

Exponate

Sie haben ein Objekt, das das Miteinander von Stadt und Militär illustriert und etwas über die Geschichte der Bürgerinnen und Bürger von Wilhelmshaven verrät?

Dann bringen Sie es aus dem Dunkel ins Licht der Öffentlichkeit, stellen Sie es uns vor, erzählen Sie uns, mit wessen Geschichte es verbunden ist und was es mit ihm auf sich hat.

Gemeinsam mit Ihnen überlegen wir, ob und wie es in den Ausstellungskontext eingebunden werden kann.

Das Digitale ist Ihnen zu umständlich? Kein Problem: Kommen Sie einfach an jedem ersten Donnerstag im Monat um 15.00 h zum Seemannssonntag ins Museum und kommen Sie direkt mit uns ins Gespräch. Wir freuen uns auf Sie!

Wir danken herzlich für die Unterstützung: