Anstecknadel 100 Jahre Deutscher Marinebund

1953
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Anstecknadel aus Messing. Front zeigt Wilhelmshavener Rathaus sowie die Beschriftung: „Bundestreffen Deutscher Marinebund 30.5. [bis] 1.6.1953“, sowie „1853 [bis 1953] 100 Jahre Wilhelmshaven“. (3 x 3 x 0,5 cm)


Diese Brosche wird 1953 von Walter Schipper, einem ehemaligen Angehörigen der Kriegsmarine, erworben. Beim Treffen des Marinebundes werden zwei Ereignisse gefeiert. Im Jahr zuvor ist der Bund neugegründet worden. Während des Nationalsozialismus war er gleichgeschaltet und nach Kriegsende von den Alliierten verboten worden. „100 Jahre Wilhelmshaven“ verweist auf das Jubiläum der Unterzeichnung des „Jade-Vertrages“. In diesem wird 1853 der Kauf des Gebietes des heutigen Wilhelmshavens durch Preußen geregelt. Die eigentliche Stadt Wilhelmshaven erhält ihren Namen jedoch erst im Jahr 1869. Die Vereinsneugründung und das Jubiläum stehen sinnbildlich für die Versuche in den 1950er Jahren Vergangenheitsbezüge wieder aufleben zu lassen, die nicht durch die nationalsozialistische Diktatur belastet scheinen.


Walter Schipper wird am 14. Januar 1923 in Rüstringen (heute Wilhelmshaven) geboren. Er macht eine Lehre als Steinsetzer (entspricht dem heutigen Straßenbauer). Mit 18 wird er zur Kriegsmarine eingezogen und erlebt den Zweiten Weltkrieg auf verschiedenen Schiffen im Mittelmeer und im Nordatlantik. Bei einem Heimaturlaub findet er sein Elternhaus ausgebombt vor, während Eltern und Geschwister unversehrt bleiben. Nach dem Krieg arbeitet er wieder in seinem erlernten Beruf und bildet sich bis zum Straßenbauermeister fort. Später gründet er seine eigene Firma, die er bis ins Rentenalter führt. Er stirbt am 11. Februar 2018 im Alter von 95 Jahren.


Wilhelmshaven wird 150

150 Jahre

Preußens Wunsch nach einem Marinehafen an der Nordsee liefert die Initialzündung für die Gründung der Stadt am Jadebusen. Seitdem prägt das Miteinander von Militär und Stadt die Stadtgeschichte.

Eine Ausstellungsprojekt im Marinemuseum wird dies untersuchen. Im Mittelpunkt steht ein Ausstellungskalender, den Sie befüllen können: Wir suchen Objekte, welche die Wechselbeziehung von Stadt und Militär dokumentieren.

Wo spielten Soldatinnen und Soldaten im gesellschaftlichen Leben der Stadt eine Rolle. Wie sah der Alltag in einer Garnisonstadt aus? Wie veränderte der Krieg das Leben der Bürgerinnen und Bürger?


Wir suchen Exponate

Exponate

Sie haben ein Objekt, das das Miteinander von Stadt und Militär illustriert und etwas über die Geschichte der Bürgerinnen und Bürger von Wilhelmshaven verrät?

Dann bringen Sie es aus dem Dunkel ins Licht der Öffentlichkeit, stellen Sie es uns vor, erzählen Sie uns, mit wessen Geschichte es verbunden ist und was es mit ihm auf sich hat.

Gemeinsam mit Ihnen überlegen wir, ob und wie es in den Ausstellungskontext eingebunden werden kann.

Das Digitale ist Ihnen zu umständlich? Kein Problem: Kommen Sie einfach an jedem ersten Donnerstag im Monat um 15.00 h zum Seemannssonntag ins Museum und kommen Sie direkt mit uns ins Gespräch. Wir freuen uns auf Sie!

Wir danken herzlich für die Unterstützung: