Modell des vor der Christus- und Garnisonkirche aufgestellten Geschützrohres von SMS SEYDLITZ

1952
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Selbstgefertigtes Modell des Geschützrohres und der Betonhalterungen, mit Zaun und Flaggenstock an der eine Seekriegsflagge der Kaiserlichen Marine befestigt ist; Holz, Metallguss, Stoff. (46 x 50 x 24,5 cm)


Das Geschützrohr des Schlachtkreuzers SMS SEYDLITZ hat bereits einen langen Weg in der Stadt Wilhelmshaven hinter sich gebracht. SMS SEYDLITZ nimmt im Mai 1916 an der Seeschlacht vor dem Skagerrak teil. Schiff und Geschützrohr werden während der größten Seeschlacht des Ersten Weltkrieges schwer beschädigt. Während der Instandsetzungsarbeiten in der Kaiserlichen Werft wird das beschädigte Geschützrohr ausgesondert. Das tonnenschwere Stahlrohr mit einem Kaliber von 28cm wird zunächst vor der Artilleriewerkstatt gelagert. Im Jahr 1930 bestehende Planungen, das Rohr zu einem Teil des Marine-Ehrenmals an der Kaiser-Wilhelm-Brücke zu machen, werden nicht realisiert. Auf Bestrebungen des Marinedekans und Pastors Friedrich Ronneberger wird das Geschützrohr auf einer Grünfläche vor der Elisabethkirche (heute Christus- und Garnisonkirche) aufgestellt, um an die Seeschlacht zu erinnern. Während des Zweiten Weltkrieges wird die Kirche von Bomben getroffen. Das SEYDLITZ-Rohr wird von seinen Stützen geworfen und erst im Zuge des Wiederaufbaus der Kirche im Mai 1952 wiederaufgerichtet. 1968 folgt eine Aufstellung vor dem neu errichteten Gorch-Fock-Haus. Die Gedenkkultur in der Kirche und in der Gesellschaft hat sich verändert. Gedenkfeiern zur Erinnerung an die Skagerrakschlacht finden nicht mehr regelmäßig statt. Das Vorbild für das Modell – das echte Geschützrohr der SMS SEYDLITZ – ist heute auf dem Außengelände des Deutschen Marinemuseums ausgestellt.


Hans Mallwitz wird in Wilhelmshaven geboren, lebt aber seit seinem 19 Lebensjahr in Schweden. Sein Vater, Hans Mallwitz sen., ist Angehöriger der Kaiserlichen Marine und nimmt selbst an der Seeschlacht vor der Skagerrak teil. Aus diesem Grund setzte er sich für den Erhalt und die Aufstellung des Geschützrohres vor der Christus- und Garnisonkirche ein und fertigt das Modell. Schon bei der ersten Aufstellung des Rohres durch die Wilhelmshavener Spedition Griffel ist er beteiligt. Als der Spediteur das schwere Rohr auf die Halterungen setzt, ist seine Anspannung so groß, dass er sich abwenden muss. Auch in den 1950er Jahren hilft er durch die Arbeit an den Betonfundamenten bei der Wiederaufstellung.


Wilhelmshaven wird 150

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