Uhr der Kriegsmarine

1951
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Uhr der Kriegsmarine, abgekratzter Adler und Hakenkreuz auf Ziffernblatt rechts neben der Ziffer 9 zu erahnen. (18 x 18 x 6 cm)


Das Ende des Zweiten Weltkrieges bedeutet auch das Ende der unmittelbaren Gefahren für Leib und Leben. Die angespannte Versorgungslage in allen Bereichen des täglichen Lebens dauert jedoch an, auch weil keine Raubgüter mehr aus den zuvor besetzten Gebieten im ehemaligen Reichsgebiet eintreffen. Die Knappheit betrifft Lebensmittel wie Gebrauchsgegenstände gleichermaßen. Militärische Gegenstände werden weiterverwendet oder umfunktioniert. Typisch sind Töpfe oder Siebe, die aus Stahlhelmen gefertigt sind. Ein anderes Beispiel ist diese Uhr, die in den 1950er Jahren in einem Wilhelmshavener Haushalt mangels Alternative fortgenutzt wird. Dass sich die Zeiten geändert haben, ist aber dennoch zu sehen: Reichsadler und Hakenkreuz sind vom Ziffernblatt abgekratzt.


Claus Patzelt kauft diese Uhr der Kriegsmarine bei einem Antiquitätenhändler in Wilhelmshaven. Von diesem erfährt Patzelt auch die Geschichte der Uhr. Patzelts Interesse an maritimen Themen rührt durch seine Zeit als Offizier der Bundesmarine her. Heute ist er im Deutschen Marinemuseum der erste Ansprechpartner für das einzige noch seetüchtige Objekt des Museums: den ehemaligen Kriegsfischkutter und Seemannschaftsschulboot NORDWIND.


Wilhelmshaven wird 150

150 Jahre

Preußens Wunsch nach einem Marinehafen an der Nordsee liefert die Initialzündung für die Gründung der Stadt am Jadebusen. Seitdem prägt das Miteinander von Militär und Stadt die Stadtgeschichte.

Eine Ausstellungsprojekt im Marinemuseum wird dies untersuchen. Im Mittelpunkt steht ein Ausstellungskalender, den Sie befüllen können: Wir suchen Objekte, welche die Wechselbeziehung von Stadt und Militär dokumentieren.

Wo spielten Soldatinnen und Soldaten im gesellschaftlichen Leben der Stadt eine Rolle. Wie sah der Alltag in einer Garnisonstadt aus? Wie veränderte der Krieg das Leben der Bürgerinnen und Bürger?


Wir suchen Exponate

Exponate

Sie haben ein Objekt, das das Miteinander von Stadt und Militär illustriert und etwas über die Geschichte der Bürgerinnen und Bürger von Wilhelmshaven verrät?

Dann bringen Sie es aus dem Dunkel ins Licht der Öffentlichkeit, stellen Sie es uns vor, erzählen Sie uns, mit wessen Geschichte es verbunden ist und was es mit ihm auf sich hat.

Gemeinsam mit Ihnen überlegen wir, ob und wie es in den Ausstellungskontext eingebunden werden kann.

Das Digitale ist Ihnen zu umständlich? Kein Problem: Kommen Sie einfach an jedem ersten Donnerstag im Monat um 15.00 h zum Seemannssonntag ins Museum und kommen Sie direkt mit uns ins Gespräch. Wir freuen uns auf Sie!

Wir danken herzlich für die Unterstützung: