Fragment eines Brandbombenzünders

1942
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Aus Metall gefertigt. Führungsring und Schraubverbindung erkennbar, Rest des Kopfes in gelber und roter Farbe lackiert. Modell unbekannt. Nachträgliche Einritzung „22.1.1942“. (7 x 2 x 2cm)


Dieses Fragment eines Brandbombenzünders birgt Walter Schipper an 22. Januar 1942 aus den Trümmern seines zerbombten Hauses im Katharinenfeld, Bismarckstraße 22. Die unmittelbare Nähe zur Kriegsmarinewerft wird dem Haus zum Verhängnis, wie auch die Wilhelmshavener Bevölkerung grundsätzlich darunter zu leiden hat, dass die Stadt als wichtiger Marinestandort laufend Ziel alliierter Bombenangriffe wird. Zur Erinnerung an die Zerstörung seines Wohnhauses ritzt Schipper das Datum des Angriffs in das Zünderfragment.


Walter Schipper wird am 14. Januar 1923 in Rüstringen (heute Wilhelmshaven) geboren. Er machte eine Lehre als Steinsetzer (entspricht dem heutigen Straßenbauer). Mit 18 wird er zur Kriegsmarine eingezogen und erlebt den Zweiten Weltkrieg auf verschiedenen Schiffen im Mittelmeer und im Nordatlantik. Bei einem Heimaturlaub findet er sein Elternhaus ausgebombt vor, während Eltern und Geschwister unversehrt bleiben. Auf der Suche nach eigenen Habseligkeiten in den Trümmern, findet er diesen Teil eines Brandbombenzünders. Nach dem Krieg arbeitet er wieder in seinem erlernten Beruf und bildet sich bis zum Straßenbauermeister fort. Später gründet er seine eigene Firma, die er bis ins Rentenalter führt. Er stirbt am 11. Februar 2018 im Alter von 95 Jahren.


Wilhelmshaven wird 150

150 Jahre

Preußens Wunsch nach einem Marinehafen an der Nordsee liefert die Initialzündung für die Gründung der Stadt am Jadebusen. Seitdem prägt das Miteinander von Militär und Stadt die Stadtgeschichte.

Eine Ausstellungsprojekt im Marinemuseum wird dies untersuchen. Im Mittelpunkt steht ein Ausstellungskalender, den Sie befüllen können: Wir suchen Objekte, welche die Wechselbeziehung von Stadt und Militär dokumentieren.

Wo spielten Soldatinnen und Soldaten im gesellschaftlichen Leben der Stadt eine Rolle. Wie sah der Alltag in einer Garnisonstadt aus? Wie veränderte der Krieg das Leben der Bürgerinnen und Bürger?


Wir suchen Exponate

Exponate

Sie haben ein Objekt, das das Miteinander von Stadt und Militär illustriert und etwas über die Geschichte der Bürgerinnen und Bürger von Wilhelmshaven verrät?

Dann bringen Sie es aus dem Dunkel ins Licht der Öffentlichkeit, stellen Sie es uns vor, erzählen Sie uns, mit wessen Geschichte es verbunden ist und was es mit ihm auf sich hat.

Gemeinsam mit Ihnen überlegen wir, ob und wie es in den Ausstellungskontext eingebunden werden kann.

Das Digitale ist Ihnen zu umständlich? Kein Problem: Kommen Sie einfach an jedem ersten Donnerstag im Monat um 15.00 h zum Seemannssonntag ins Museum und kommen Sie direkt mit uns ins Gespräch. Wir freuen uns auf Sie!

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