Puppenküche

1941
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Mehrteilige Puppenküche, mit Einrichtungsgegenständen und Puppen, zerlegbar, aus Holz, Metall und Stoff gefertigt, bewegliche Tür und Fenster, Fensterscheiben aus Glas. 109x55,5x42,5cm Inventarnummer: 2012-026-002


Diese Puppenküche und die umfangreiche Einrichtung fertigen Korvettenkapitän Georg-Albrecht Bickelhaupt unterstellte Soldaten für dessen Tochter Ruth. Auf diese Weise beschäftigen sich die Soldaten der Marineflak in den langen, dunklen Monaten des norwegischen Winters 1941/42. Am unterschiedlichen Detailgrad kann man erkennen, dass die einzelnen Teile von verschiedenen Soldaten gefertigt werden. Die Küche empfinden die Soldaten dem damaligen Einrichtungsstil nach.  


Georg-Albrecht Bickelhaupt wird am 16. März 1899 in Rot an der Rot geboren. 1916 tritt er in die Kaiserliche Marine ein. 1934 nimmt er den Dienst in der Reichsmarine wieder auf und ist im Zweiten Weltkrieg Abteilungskommandeur einer Marineflakabteilung (zunächst Abteilung 222, später Abteilung 802). Bei Kriegsbeginn ist er in Wilhelmshaven stationiert. Später gehören er und seine Soldaten zu den Besatzungstruppen in Norwegen. Von dort aus schickt er die Puppenküche an seine kleine Tochter nach Ravensburg, während deren ältere Schwester einen Mantel aus Ziegenfell und die Mutter einen Muff aus Eichhörnchenfell erhalten. Bickelhaupt sieht seine Tochter jedoch niemals mit der Puppenküche spielen. Aufgrund der Kriegslage erhält er keinen Urlaub mehr. Nach Kriegsende begeht er am 20. Mai 1945 in Norwegen Selbstmord.


Wilhelmshaven wird 150

150 Jahre

Preußens Wunsch nach einem Marinehafen an der Nordsee liefert die Initialzündung für die Gründung der Stadt am Jadebusen. Seitdem prägt das Miteinander von Militär und Stadt die Stadtgeschichte.

Eine Ausstellungsprojekt im Marinemuseum wird dies untersuchen. Im Mittelpunkt steht ein Ausstellungskalender, den Sie befüllen können: Wir suchen Objekte, welche die Wechselbeziehung von Stadt und Militär dokumentieren.

Wo spielten Soldatinnen und Soldaten im gesellschaftlichen Leben der Stadt eine Rolle. Wie sah der Alltag in einer Garnisonstadt aus? Wie veränderte der Krieg das Leben der Bürgerinnen und Bürger?


Wir suchen Exponate

Exponate

Sie haben ein Objekt, das das Miteinander von Stadt und Militär illustriert und etwas über die Geschichte der Bürgerinnen und Bürger von Wilhelmshaven verrät?

Dann bringen Sie es aus dem Dunkel ins Licht der Öffentlichkeit, stellen Sie es uns vor, erzählen Sie uns, mit wessen Geschichte es verbunden ist und was es mit ihm auf sich hat.

Gemeinsam mit Ihnen überlegen wir, ob und wie es in den Ausstellungskontext eingebunden werden kann.

Das Digitale ist Ihnen zu umständlich? Kein Problem: Kommen Sie einfach an jedem ersten Donnerstag im Monat um 15.00 h zum Seemannssonntag ins Museum und kommen Sie direkt mit uns ins Gespräch. Wir freuen uns auf Sie!

Wir danken herzlich für die Unterstützung: