Erinnerungsmedaille in Anerkennung der Verdienste bei der Mitarbeit zur Organisation der XI. Olympiade

1936
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Die bronzene Medaille (Durchmesser 7 cm, Stärke 0,7 cm) wurde vom Künstler Otto Placzek entworfen. Auf dem Avers der Münze sind fünf nackte männliche Sportler zu sehen, die Speere in den Händen halten. Auf dem Revers ist das Symbol der XI. Olympischen Spiele abgebildet. Es handelt sich um eine Glocke, auf der ein Adler abgebildet ist, der die olympischen Ringe in seinen Klauen hält. Darunter steht der Schriftzug: „Ich rufe die Jugend der Welt!“ Inventarnummer: 1999-235-008


Diese Erinnerungsmedaille wurde Wilhelm Fleischhauer für seine Tätigkeiten im Rahmen der XI. Olympischen Spiele 1936 in Berlin verliehen. Fleischhauer ist dort für das Hissen und Niederholen von Flaggen zuständig. Da dies bei den Siegerehrungen gewissermaßen vor den Augen der gesamten Welt geschieht, ist es eine verantwortungsvolle Tätigkeit. Die Fleischhauersche Familienerzählung weiß mit einem Augenzwinkern aber auch zu berichten, dass die Medaille eigentlich für den dritten Platz im Steinstoßen verliehen wurde.  


Wilhelm Fleischhauer wird am 21. Mai 1906 im ostpreußischen Elbing geboren. Weil seine Eltern 1921 in das französisch besetzte Ruhrgebiet ziehen, muss er seine Dreherlehre abbrechen und arbeitet als Bergmann. Nach einem einjährigen Intermezzo als Rheinschiffer verpflichtet er sich 1925 bei der Reichsmarine. Seine Tätigkeit im Signaldienst qualifiziert ihn für den Dienst in einer Flaggenabordnung bei den Olympischen Spielen. Fleischhauer überlebt den Zweiten Weltkrieg als Angehöriger der Kriegsmarine. Nach dem Krieg arbeitet er als Kraftfahrer für das englische Internat in Wilhelmshaven. Er stirbt am 11. November 1988.


Wilhelmshaven wird 150

150 Jahre

Preußens Wunsch nach einem Marinehafen an der Nordsee liefert die Initialzündung für die Gründung der Stadt am Jadebusen. Seitdem prägt das Miteinander von Militär und Stadt die Stadtgeschichte.

Eine Ausstellungsprojekt im Marinemuseum wird dies untersuchen. Im Mittelpunkt steht ein Ausstellungskalender, den Sie befüllen können: Wir suchen Objekte, welche die Wechselbeziehung von Stadt und Militär dokumentieren.

Wo spielten Soldatinnen und Soldaten im gesellschaftlichen Leben der Stadt eine Rolle. Wie sah der Alltag in einer Garnisonstadt aus? Wie veränderte der Krieg das Leben der Bürgerinnen und Bürger?


Wir suchen Exponate

Exponate

Sie haben ein Objekt, das das Miteinander von Stadt und Militär illustriert und etwas über die Geschichte der Bürgerinnen und Bürger von Wilhelmshaven verrät?

Dann bringen Sie es aus dem Dunkel ins Licht der Öffentlichkeit, stellen Sie es uns vor, erzählen Sie uns, mit wessen Geschichte es verbunden ist und was es mit ihm auf sich hat.

Gemeinsam mit Ihnen überlegen wir, ob und wie es in den Ausstellungskontext eingebunden werden kann.

Das Digitale ist Ihnen zu umständlich? Kein Problem: Kommen Sie einfach an jedem ersten Donnerstag im Monat um 15.00 h zum Seemannssonntag ins Museum und kommen Sie direkt mit uns ins Gespräch. Wir freuen uns auf Sie!

Wir danken herzlich für die Unterstützung: