Radierung Rüstringer Rathaus

1929
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Rüstringen Rathaus, ca. 1929, Originalradierung, signiert von CL oder A Jensen; in schwarz-silbernem Holzrahmen; Rahmen teilweise abgestoßen, Bild gering stockfleckig. (23,7 x 33,5 cm)

Inventarnummer: 1998-288-001


Bereits vor dem Ersten Weltkrieg gibt es Planungen für ein Rathaus der oldenburgischen Stadt Rüstringen. Nach vier ausgeschriebenen Wettbewerben erhält 1926 letztendlich der Hamburger Architekt Fritz Höger den Auftrag und realisiert unter Beteiligung von 73 Firmen das im Stil des Backsteinexpressionismus‘ in den Jahren 1928 und 1929 gebaute heutige Wilhelmshavener Rathaus. Die Radierung entsteht zur selben Zeit und stellt somit den originären Bauzustand dar.


Der Baumeister und Architekt Fritz Höger wird am 12. Juni 1877 bei Elmshorn geboren. Nach einer Lehre als Zimmermann besucht er die Baugewerkschule in Hamburg und legt 1899 seine Meisterprüfung ab. Es folgt die Beschäftigung als Technischer Zeichner, bevor er sich 1907 in Hamburg mit einem eigenen Architekturbüro selbstständig macht. Im Ersten Weltkrieg dient er in Flandern. Höger sympathisiert früh mit den Nationalsozialisten, tritt 1932 der NSDAP bei und bemüht sich erfolglos um eine Anstellung als Hitlers Staatsarchitekt. Das Rüstringer Rathaus soll laut seiner Aussage den Grundstein für einen NeuAnfang der Stadt legen und Hoffnung für Stadt und Bevölkerung vermitteln. Am 21. Juni 1949 stirbt Fritz Höger, der als führender Vertreter des Backsteinexpressionismus gilt, in Bad Segeberg.


Wilhelmshaven wird 150

150 Jahre

Preußens Wunsch nach einem Marinehafen an der Nordsee liefert die Initialzündung für die Gründung der Stadt am Jadebusen. Seitdem prägt das Miteinander von Militär und Stadt die Stadtgeschichte.

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Wo spielten Soldatinnen und Soldaten im gesellschaftlichen Leben der Stadt eine Rolle. Wie sah der Alltag in einer Garnisonstadt aus? Wie veränderte der Krieg das Leben der Bürgerinnen und Bürger?


Wir suchen Exponate

Exponate

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