Mitgliedsbuch Stahlhelm

1924
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Mitgliedsbuch von Otto Kippe im N.S. Deutscher Frontkämpfer-Bund (Stahlhelm); geführt von 1924 bis 1935. (15 x 10 x 0,5 cm)

Inventarnummer: 2016-068-002


Dieses Mitgliedsbuch gehört Otto Paul Kippe und gibt Auskunft über seine Mitgliedschaft im „Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten“. Der „Stahlhelm“ ist die Straßenkampf- und Saalschutzorganisation der demokratiefeindlichen Deutschnationalen Volkspartei (DNVP). Der „Stahlhelm“ wird gegen die politischen Gegner des linken Parteienspektrums eingesetzt. Ausgehend von der Überhöhung der deutschen militärischen Leistung und vermeintlichen Heldentaten im Ersten Weltkrieg wollen Kriegsteilnehmer Werte wie Kameradschaft, Heldenmut und Opferbereitschaft an jüngere Generationen weiterreichen. Dementsprechend enthält Kippes Mitgliedsbuch Einträge zum ehemaligen Dienstgrad, Teilnahme an Schlachten und militärischen Auszeichnungen, allerdings auch rein administrative Inhalt wie Einklebemarken, die die Entrichtung des Mitgliedsbeitrags anzeigen. Kippes Mitgliedschaft im mittlerweile gleichgeschalteten „N.S. Deutscher Frontkämpfer-Bund (Stahlhelm)“ endet 1935 mit dessen Auflösung.

Die Ortsgruppe Wilhelmshaven-Rüstringen des „Stahlhelms“, an deren Gründung der spätere Reichsbischof Ludwig Müller beteiligt ist, zeigt, dass sich die politischen Konflikte der Weimarer Republik auch in Wilhelmshaven abspielen. In Wilhelmshaven kommt es immer wieder zu vereinzelten Zusammenstößen zwischen Rechten und Linken. Dass diese begrenzt bleiben, liegt an der geringen Zahl linksradikaler Kräfte in Wilhelmshaven, wie beispielsweise die Wahlergebnisse der KPD in der Stadt zeigen.


Otto Paul Kippe wird am 12. Juni 1892 in Querfurt (im heutigen Sachsen-Anhalt) geboren. 1909 tritt er in die Kaiserliche Marine ein. Im Ersten Weltkrieg dient er auf dem Schlachtkreuzer SMS VON DER TANN und nimmt 1916 mit diesem Schiff an der Skagerrakschlacht teil. Nach der Entlassung aus der Reichsmarine im Jahr 1920 tritt er 1924 in die Ortsgruppe Wilhelmshaven-Rüstringen des „Stahlhelm“ ein. Über sein weiteres Leben ist leider nichts bekannt.


Wilhelmshaven wird 150

150 Jahre

Preußens Wunsch nach einem Marinehafen an der Nordsee liefert die Initialzündung für die Gründung der Stadt am Jadebusen. Seitdem prägt das Miteinander von Militär und Stadt die Stadtgeschichte.

Eine Ausstellungsprojekt im Marinemuseum wird dies untersuchen. Im Mittelpunkt steht ein Ausstellungskalender, den Sie befüllen können: Wir suchen Objekte, welche die Wechselbeziehung von Stadt und Militär dokumentieren.

Wo spielten Soldatinnen und Soldaten im gesellschaftlichen Leben der Stadt eine Rolle. Wie sah der Alltag in einer Garnisonstadt aus? Wie veränderte der Krieg das Leben der Bürgerinnen und Bürger?


Wir suchen Exponate

Exponate

Sie haben ein Objekt, das das Miteinander von Stadt und Militär illustriert und etwas über die Geschichte der Bürgerinnen und Bürger von Wilhelmshaven verrät?

Dann bringen Sie es aus dem Dunkel ins Licht der Öffentlichkeit, stellen Sie es uns vor, erzählen Sie uns, mit wessen Geschichte es verbunden ist und was es mit ihm auf sich hat.

Gemeinsam mit Ihnen überlegen wir, ob und wie es in den Ausstellungskontext eingebunden werden kann.

Das Digitale ist Ihnen zu umständlich? Kein Problem: Kommen Sie einfach an jedem ersten Donnerstag im Monat um 15.00 h zum Seemannssonntag ins Museum und kommen Sie direkt mit uns ins Gespräch. Wir freuen uns auf Sie!

Wir danken herzlich für die Unterstützung: