Kartenausweis für Lebensmittel- und Rohstoffkarten

1922
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Kartenausweis Nr. 4987 des Magistrats der Stadt Wilhelmshaven für Lebensmittel-, Petroleum- und Kohlenkarten für Familie Hähner, Kieler Str. 48 in Wilhelmshaven, gültig vom 19. April 1920 bis 18. Dezember 1923. (15,7 x 18,3 cm)

Inventarnummer: 1992-007-004


Nach dem Ersten Weltkrieg ist die Lebensmittelversorgung weiterhin prekär und Rohstoffe, die zum Heizen benötigt werden, sind knapp. Die Karte berechtigt die Familie um Talina Hähner zur Abholung von Brot-, Fleisch-, Butter- und Lebensmittelmarken sowie von Kartoffel-, Milch-, Sonderausweis-, Einfuhrzusatz- und Petroleumkarten. Auf der Karte sind die Namen, Geburts- und Meldedaten der Familienmitglieder in Wilhelmshaven vermerkt. Ihr Ehemann Paul Hähner sowie einer der gemeinsamen drei Söhne werden im Jahr 1920 in Wilhelmshaven abgemeldet. In beiden Fällen ist davon auszugehen, dass diese verstorben sind. Diese Eintragungen scheinen jedoch nachträglich vorgenommen zu werden, da erst am 23. November 1922 die Personenzahl auf dem Ausweis geändert wird.


Talina Hähner wird am 26. Mai 1893 geboren. Mit ihrem ersten Ehemann Paul Hähner hat sie drei Kinder, die zwischen 1914 und 1918 geboren werden. Der 1916 geborene Herbert verstirbt im Alter von zwei Jahren. Im selben Jahr stirbt wahrscheinlich auch ihr Mann Paul. Anhand von noch erhaltenen Reichskleiderkarten lässt sich nachvollziehen, dass Talina später wieder geheiratet hat. 1943 lebt sie in Oldenburg zusammen mit ihrem Mann Johann Bennemann. Der erstgeborene Sohn Herrmann geht zur Marine, wird Musikfeldwebel und 1943 zum Musikmeister befördert. Er ist es auch, der 1992 dem noch recht jungen Förderverein Deutsches Marinemuseum die wenigen noch erhaltenen Dokumente aus seinem Familiennachlass vermacht.


Wilhelmshaven wird 150

150 Jahre

Preußens Wunsch nach einem Marinehafen an der Nordsee liefert die Initialzündung für die Gründung der Stadt am Jadebusen. Seitdem prägt das Miteinander von Militär und Stadt die Stadtgeschichte.

Eine Ausstellungsprojekt im Marinemuseum wird dies untersuchen. Im Mittelpunkt steht ein Ausstellungskalender, den Sie befüllen können: Wir suchen Objekte, welche die Wechselbeziehung von Stadt und Militär dokumentieren.

Wo spielten Soldatinnen und Soldaten im gesellschaftlichen Leben der Stadt eine Rolle. Wie sah der Alltag in einer Garnisonstadt aus? Wie veränderte der Krieg das Leben der Bürgerinnen und Bürger?


Wir suchen Exponate

Exponate

Sie haben ein Objekt, das das Miteinander von Stadt und Militär illustriert und etwas über die Geschichte der Bürgerinnen und Bürger von Wilhelmshaven verrät?

Dann bringen Sie es aus dem Dunkel ins Licht der Öffentlichkeit, stellen Sie es uns vor, erzählen Sie uns, mit wessen Geschichte es verbunden ist und was es mit ihm auf sich hat.

Gemeinsam mit Ihnen überlegen wir, ob und wie es in den Ausstellungskontext eingebunden werden kann.

Das Digitale ist Ihnen zu umständlich? Kein Problem: Kommen Sie einfach an jedem ersten Donnerstag im Monat um 15.00 h zum Seemannssonntag ins Museum und kommen Sie direkt mit uns ins Gespräch. Wir freuen uns auf Sie!

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