Klarinette des Militärmusikers Hermann Buchholz

1920
Auf facebook teilen… 

Klarinette der Firma Richard Keilwerth; hergestellt um 1920; Holz und Metall. (65 x 8 x 8 cm)

Inventarnummer: 2019-075-001


Die Klarinette der Firma Richard Keilwerth wird vermutlich in den 1920er Jahren hergestellt. Sie begleitet den Militärmusiker Hermann Buchholz über den größten Teil seines Lebens und kommt bei vielen wichtigen Ereignissen zum Einsatz.


Hermann Buchholz wird am 4. November 1901 in der noch selbstständigen Gemeinde Bant geboren. Als Sohn eines musikalischen Metallarbeiters wächst Hermann mit der Begeisterung für Musik auf. Schon bald reift in ihm der Wunsch, Berufsmusiker zu werden. Im Alter von 16 Jahren besucht er mit dem Hauptfach Klarinette die Musikschule Neumünster. Mit 19 Jahren tritt er 1920 in die Marine ein und wird Berufssoldat. Noch im gleichen Jahr wird er Teil der Marschkapelle der II. Matrosenartillerieabteilung in Wilhelmshaven. Später folgen weitere Verwendungen als Militärmusiker an Bord von Schiffen und auch Auslandsreisen. Seinen letzten offiziellen Auftritt als Musiker absolviert er am Tag des Stapellaufs des Schlachtschiffes TIRPITZ im Jahr 1939. Während des Zweiten Weltkrieges ist er in der Verwaltung der Kriegsmarinewerft Wilhelmshaven beschäftigt. Nach dem verlorenen Krieg und der Demilitarisierung Deutschlands gründet Hermann Buchholz in der Nachkriegszeit mit anderen ehemaligen Militärmusikern in Wilhelmshaven das Marine-Traditions-Musikkorps. Bei vielen Anlässen im Stadtgebiet und der Region treten die Musiker auf. So auch bei der Vereidigung der ersten Freiwilligen der Marine am 14. Januar 1956 in Wilhelmshaven. Bis zu seinem Tod im Jahr 1998 macht Hermann Buchholz Musik. Er ist auf dem Ehrenfriedhof im Rüstringer Stadtpark beerdigt.


Wilhelmshaven wird 150

150 Jahre

Preußens Wunsch nach einem Marinehafen an der Nordsee liefert die Initialzündung für die Gründung der Stadt am Jadebusen. Seitdem prägt das Miteinander von Militär und Stadt die Stadtgeschichte.

Eine Ausstellungsprojekt im Marinemuseum wird dies untersuchen. Im Mittelpunkt steht ein Ausstellungskalender, den Sie befüllen können: Wir suchen Objekte, welche die Wechselbeziehung von Stadt und Militär dokumentieren.

Wo spielten Soldatinnen und Soldaten im gesellschaftlichen Leben der Stadt eine Rolle. Wie sah der Alltag in einer Garnisonstadt aus? Wie veränderte der Krieg das Leben der Bürgerinnen und Bürger?


Wir suchen Exponate

Exponate

Sie haben ein Objekt, das das Miteinander von Stadt und Militär illustriert und etwas über die Geschichte der Bürgerinnen und Bürger von Wilhelmshaven verrät?

Dann bringen Sie es aus dem Dunkel ins Licht der Öffentlichkeit, stellen Sie es uns vor, erzählen Sie uns, mit wessen Geschichte es verbunden ist und was es mit ihm auf sich hat.

Gemeinsam mit Ihnen überlegen wir, ob und wie es in den Ausstellungskontext eingebunden werden kann.

Das Digitale ist Ihnen zu umständlich? Kein Problem: Kommen Sie einfach an jedem ersten Donnerstag im Monat um 15.00 h zum Seemannssonntag ins Museum und kommen Sie direkt mit uns ins Gespräch. Wir freuen uns auf Sie!

Wir danken herzlich für die Unterstützung: