Granatsplitter aus der Skagerrakschlacht

1916
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Splitter der Granate eines britischen Schiffsgeschützes, nach der Skagerrakschlacht am 31. Mai 1916 gefunden auf dem Schlachtkreuzer SMS SEYDLITZ. (10,5 x 20 x 14 cm)

Inventarnummer: 2019-101-002


Mit dem Aufeinandertreffen der ersten britischen und deutschen Kriegsschiffe beginnt am 31. Mai 1916 gegen 15:20 Uhr die Seeschlacht vor dem Skagerrak. Auf beiden Seiten fallen im Verlauf der Schlacht über 8.600 Seeleute. 25 deutsche und britische Kriegsschiffe gehen verloren. Viele weitere werden beschädigt. Darunter ist auch der Schlachtkreuzer SMS SEYDLITZ, der über 20 Mal von britischen Granaten schweren Kalibers getroffen wird und zudem noch einen Torpedotreffer hinnehmen muss. Nur mit viel Mühe gelingt es der Besatzung, das stark Wasser machende Schiff nach Wilhelmshaven zurückzubringen. Das bekannte Foto, welches den zerschossenen Kreuzer in der III. Einfahrt des Wilhelmshavener Hafens zeigt, steht sinnbildlich für die deutschen Verluste in der Schlacht. Als Andenken behält der Marine-Stabsingenieur Ludolf Jacks diesen Splitter einer englischen Granate. Dessen Ausmaße werden im Vergleich mit der daneben liegenden 10 Cent-Münze deutlich. Was mag Jacks dazu bewogen haben, einen Granatsplitter als Andenken auszuwählen? Schließlich handelt es sich um einen Teil einer Waffe, mit dem der Kriegsgegner sein Schiff beinahe versenkt hätte. War es Trotz, dass eben das nicht gelungen war? Oder geschah die Auswahl aus Erleichterung darüber, Splittern wie diesem entronnen zu sein?


Leider haben wir außer dem Namen Ludolf Jacks keine weiteren biographischen Angaben. Wenn Sie etwas wissen, sprechen Sie uns gerne an.


Wilhelmshaven wird 150

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