Holzschnitt „Langer Heinrich“

1913
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Holzschnitt von Lüttgens, Wilhelmshaven: Der große Kran "Langer Heinrich". (39,8 x 29,9 cm)

Inventarnummer: 2005-137-001


Der Schwimmkran „Langer Heinrich“ wird von der DEMAG und der AG Weser für die Kaiserliche Werft gebaut, um vor allem Lasten wie Geschütztürme auf die immer größer werdenden Großkampfschiffe heben zu können. 1913 ist der Stapellauf des „Langen Heinrichs“, der eine Länge von rund 50 m, eine Breite von ca. 30 m sowie einen Tiefgang von etwa 3 m vorweist. Er verdrängt an die 4000 t und kann bis zu 250 t Lasten heben. Nach dem Ersten Weltkrieg soll er als Reparationsleistung nach England ausgeliefert werden, geht bei der Überführung in der Nordsee scheinbar verloren, taucht jedoch wieder in Wilhelmshaven auf. Während des Zweiten Weltkrieges wird er für den U-Bootbau in Bremen eingesetzt und nach dem Krieg von der US-Navy beschlagnahmt, aber weiterhin in Bremen und Bremerhaven verwendet. 1958 geht der Kran zurück in den Besitz der Bundesrepublik, eine symbolische Miete von 1 US-Dollar ist an das Ship Repair Department, der Nachfolgeorganisation der Labor Service Unit, zu entrichten. Der Kran wird in der Folgezeit dafür genutzt, Minenräumboote für Instandsetzungsarbeiten auf die Kaje zu heben, aber auch bei der Montage von Containerbrücken in Wilhelmshaven eingesetzt. 1985 kauft die Genueser Firma Sa.Mo.Car S.p.A. den „Langen Heinrich“, der daraufhin auf Sardinien im Einsatz ist. Ein paar Jahre später wird er wieder verkauft, diesmal an das Unternehmen Maestrale Genova, für die er fortan schwere Lasten im Hafen von Genua hebt. Im Laufe der Jahre wird der Schwimmkran zwar mehrfach umgebaut und nachgerüstet, ist aber aktuell nach über 100 Jahren Dienstzeit noch im Einsatz.



Wilhelmshaven wird 150

150 Jahre

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Wir suchen Exponate

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