Radierung Johann Georg Siehl-Freysett: „Neuender Kirche“

1912
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Die Radierung von Johann Georg Siehl-Freystett stellt die Neuender Kirche mit Blick auf Westen dar; dieses Motiv ist ebenfalls als Lithografie vom Künstler gefertigt worden. (35 x 25 cm)


Die Radierung gehört zu den Wilhelmshavener Stadtbildern von Siehl-Freystett, die die Entwicklung der Marinegarnisonstadt dokumentieren. Siehl-Freystett schenkt das Werk seinem Freund August Iwersen, der in Wilhelmshaven ein Fotostudio um 1900 betreibt. Heue befindet sich die Radierung sowie einige wenige weitere Werke des Künstlers im Besitz der Enkelin von Iwersen (siehe Foto von 1897).


Johann Georg Siehl wird am 16. Februar 1868 im badischen Freistett geboren. Er absolviert eine Malerlehre und beginnt 1888 Siehl seinen Wehrdienst bei der Marine in Wilhelmshaven. Nach Beendigung des Wehrdienstes eröffnet er in Wilhelmshaven ein Fotoatelier, das er bis 1906 betreibt. Danach lebt er ausschließlich von der Malerei und nennt sich fortan Siehl-Freystett. Sein Augenmerk liegt auf Landschafts- und Marinedarstellungen. 1912 ist er Gründungsmitglied des „Wilhelmshavener Vereins der Kunstfreunde“. Der Umzug ins Villenviertel belegt seinen sozialen Aufstieg und die Akzeptanz seiner Kunst im Bürgertum und bei Offizieren. Mit Kriegsbeginn wird er als Marinemaler eingezogen, was sich jedoch kaum in seinem nachgelassenen Werk spiegelt. Siehl-Freystett stirbt am 15. August 1919 an den Folgen eines Schlaganfalls.


Wilhelmshaven wird 150

150 Jahre

Preußens Wunsch nach einem Marinehafen an der Nordsee liefert die Initialzündung für die Gründung der Stadt am Jadebusen. Seitdem prägt das Miteinander von Militär und Stadt die Stadtgeschichte.

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Wo spielten Soldatinnen und Soldaten im gesellschaftlichen Leben der Stadt eine Rolle. Wie sah der Alltag in einer Garnisonstadt aus? Wie veränderte der Krieg das Leben der Bürgerinnen und Bürger?


Wir suchen Exponate

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