Radierung von Siehl-Freystett: Handelshafen

1910
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Radierung nach Vorlage der Zeichnung „Hafenansichten“ von Johann Georg Siehl-Freystett; ein Fleck am unteren Bildrand; zeitgenössisch gerahmt in schwarzen Holzrahmen; 1910. (36 x 28 cm)

Inventarnummer: 2008-115-003


Die Radierung nach Vorlage der Zeichnung von 1910 wird erst 1917 im Friesen-Almanach veröffentlicht. Abgebildet ist der Banter Hafen mit Blick auf die Deichbrücke und mehrere Lastkähne, im Hintergrund die Garnisonkirche zu sehen. Diese Originalradierung befindet sich zuletzt in Privatbesitz, bevor sie als großzügige Schenkung ihren Weg in die Sammlung des Deutschen Marinemuseums findet.


Johann Georg Siehl wird am 16. Februar 1868 im badischen Freistett geboren. Er absolviert eine Malerlehre und beginnt 1888 Siehl seinen Wehrdienst bei der Marine in Wilhelmshaven. Nach Beendigung des Wehrdienstes eröffnet er in Wilhelmshaven ein Fotoatelier, das er bis 1906 betreibt. Danach lebt er ausschließlich von der Malerei und nennt sich fortan Siehl-Freystett. Sein Augenmerk liegt auf Landschafts- und Marinedarstellungen. 1912 ist er Gründungsmitglied des „Wilhelmshavener Vereins der Kunstfreunde“. Der Umzug ins Villenviertel belegt seinen sozialen Aufstieg und die Akzeptanz seiner Kunst im Bürgertum und bei Offizieren. Mit Kriegsbeginn wird er als Marinemaler eingezogen, was sich jedoch kaum in seinem nachgelassenen Werk spiegelt. Siehl-Freystett stirbt am 15. August 1919 an den Folgen eines Schlaganfalls.


Wilhelmshaven wird 150

150 Jahre

Preußens Wunsch nach einem Marinehafen an der Nordsee liefert die Initialzündung für die Gründung der Stadt am Jadebusen. Seitdem prägt das Miteinander von Militär und Stadt die Stadtgeschichte.

Eine Ausstellungsprojekt im Marinemuseum wird dies untersuchen. Im Mittelpunkt steht ein Ausstellungskalender, den Sie befüllen können: Wir suchen Objekte, welche die Wechselbeziehung von Stadt und Militär dokumentieren.

Wo spielten Soldatinnen und Soldaten im gesellschaftlichen Leben der Stadt eine Rolle. Wie sah der Alltag in einer Garnisonstadt aus? Wie veränderte der Krieg das Leben der Bürgerinnen und Bürger?


Wir suchen Exponate

Exponate

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Gemeinsam mit Ihnen überlegen wir, ob und wie es in den Ausstellungskontext eingebunden werden kann.

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