Becher als Abschiedsgeschenk der Deckoffiziermesse SMS WITTELSBACH

1906
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Henkelbecher vermutlich aus Kupfer-Zink-Nickel-Legierung (Neusilber oder Alpakka), versilbert. Hergestellt durch Württembergische Metallwarenfabrik (WMF). Gravur: "I/l. [Ihrem lieben] E. Damaschke D.O.M. [Deckoffiziermesse] "Wittelsbach" 10.9.06" (10,2 x 7,1 cm)

Inventarnummer: 2003-157-001


Diesen Becher bekommt Ernst Damaschke von seinen Kameraden des Deckoffizierkorps des Linienschiff SMS WITTELSBACH zum Abschied geschenkt, als er vom Schiff wegversetzt wird. Der Becher ist damit eine Momentaufnahme einer Karriere, die vom einfachen Schiffsjungen bis zum Offizier der Kaiserlichen Marine führt. Gleichzeitig weist sie auch auf die unterschiedlichen Selbstwahrnehmungen von Berufssoldaten (wie Damaschke) auf der einen Seite und Wehrpflichtigen auf der anderen Seite hin. An den daraus entstehenden Konflikten ist Damaschke später direkt beteiligt.


Ernst Damaschke wird am 10. September 1869 in Bromberg (dem heutigen Bydgoszcz in Polen). Mit 16 Jahren tritt er am 10. April 1885 als Schiffsjunge in die Kaiserliche Marine ein. Es folgen Bordverwendungen auf über 20 Schiffen der Kaiserlichen Marine. Auf SMS WITTELSBACH ist er vom 28. September 1905 bis 1. Juli 1909 eingesetzt. Den Ersten Weltkrieg verbringt der mittlerweile zum Wachtmeister und später zum Leutnant beförderte Damaschke in einer Ausbildungseinheit bei der II. Matrosen-Division. Am Ende des Krieges ist Damaschke Arresthausaufseher in der Marine-Arrestanstalt Heppens und ist dort während der Revolutionstage 1918/1919 für die Unterbringung von politischen Gefangenen zuständig. Am 31. Januar 1920 wird Damaschke aufgrund der Verkleinerung der Marine mit 50 Jahren entlassen. Über seinen weiteren Lebensweg ist nichts bekannt.


Wilhelmshaven wird 150

150 Jahre

Preußens Wunsch nach einem Marinehafen an der Nordsee liefert die Initialzündung für die Gründung der Stadt am Jadebusen. Seitdem prägt das Miteinander von Militär und Stadt die Stadtgeschichte.

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Wir suchen Exponate

Exponate

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Dann bringen Sie es aus dem Dunkel ins Licht der Öffentlichkeit, stellen Sie es uns vor, erzählen Sie uns, mit wessen Geschichte es verbunden ist und was es mit ihm auf sich hat.

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