Satzungen der Bauverein Rüstringen eG

1903
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Heft mit Pappeinband und Fadenheftung, 64 Seiten (22 x 14cm)


In seinen Satzungen legt der Bauverein Rüstringen als eingetragene Genossenschaft am 18. März 1903 als Ziel fest, „unbemittelten Familien gesunde und zweckmäßig eingerichtete Wohnungen in eigens erbauten oder angekauften Häusern zu billigen Preisen zu verschaffen.“ Um dies zu gewährleisten dürfen beispielsweise nur solche Beamte mit einem „Jahreseinkommen von höchstens 2000 Mark“ Mitglied werden. Heute entspräche das einem Jahreseinkommen von 12.800 Euro. Jeder „Genosse“ muss mindestens einen Geschäftsanteil von 200 Mark (heute 1.280 Euro) erwerben, kann dies aber durch halbmonatliche Einzahlungen von mindestens einer Mark nach und nach tun. Aus dem so gebildeten Betriebskapital werden die geplanten Wohnungen errichtet. Die besondere Rolle der Kaiserlichen Werft und der Landesversicherungsanstalt Hannover als zusätzlichen Finanzgebern wird festgelegt.


Aufgrund der sprunghaften Entwicklung von Flotte, Hafen, Garnison und Kaiserlichen Werft in Wilhelmshaven ist die Lage auf dem Wohnungsmarkt angespannt. Die bestehenden Wohnverhältnisse sind zudem oft unzumutbar. Teilweise sind die Arbeiter in Baracken untergebracht. Staatlicher Wohnungsbau existiert praktisch nicht. Abhilfe soll das Genossenschaftsgesetz von 1889 schaffen. Es macht die Unterstützung der Genossenschaften durch den Staat und die neu entstandenen Sozialversicherungsträger möglich. So sind diese Unternehmen in der Lage, günstigen und modernen Wohnraum in beinahe unkündbarem Vertragsverhältnis zu schaffen. Die Kaiserliche Werft, vor allem in Person von Oberwerftdirektor Wodrig, hat ein Interesse an der Gesundheit und der Zufriedenheit ihrer Belegschaft und unterstützt die Baugenossenschaftsbewegung aus politischen und wirtschaftlichen Gründen. Trotzdem kommt die Initiative von „unten“. Die Maschinenbauer Torge und Winkler sowie der Formervorarbeiter Kretschmer laden am 11. Februar 1903 zur Gründungsversammlung des „Bauverein Rüstringen“ in die Gaststätte „Sadewassers Tivoli“ ein. Dort gründen sie in Selbsthilfe zur Verbesserung der Wohn- und Lebensverhältnisse die Genossenschaft. Bereits im gleichen Jahr werden auf dem Gelände der mittelalterlichen Sibetsburg die ersten Wohnhäuser gebaut. Die Siedlung ist als „Gartenstadt“ angelegt. Durch die vielen Grünflächen und die Architektur ähnelt sie eher einem Villenviertel denn einer Arbeitersiedlung.


Wilhelmshaven wird 150

150 Jahre

Preußens Wunsch nach einem Marinehafen an der Nordsee liefert die Initialzündung für die Gründung der Stadt am Jadebusen. Seitdem prägt das Miteinander von Militär und Stadt die Stadtgeschichte.

Eine Ausstellungsprojekt im Marinemuseum wird dies untersuchen. Im Mittelpunkt steht ein Ausstellungskalender, den Sie befüllen können: Wir suchen Objekte, welche die Wechselbeziehung von Stadt und Militär dokumentieren.

Wo spielten Soldatinnen und Soldaten im gesellschaftlichen Leben der Stadt eine Rolle. Wie sah der Alltag in einer Garnisonstadt aus? Wie veränderte der Krieg das Leben der Bürgerinnen und Bürger?


Wir suchen Exponate

Exponate

Sie haben ein Objekt, das das Miteinander von Stadt und Militär illustriert und etwas über die Geschichte der Bürgerinnen und Bürger von Wilhelmshaven verrät?

Dann bringen Sie es aus dem Dunkel ins Licht der Öffentlichkeit, stellen Sie es uns vor, erzählen Sie uns, mit wessen Geschichte es verbunden ist und was es mit ihm auf sich hat.

Gemeinsam mit Ihnen überlegen wir, ob und wie es in den Ausstellungskontext eingebunden werden kann.

Das Digitale ist Ihnen zu umständlich? Kein Problem: Kommen Sie einfach an jedem ersten Donnerstag im Monat um 15.00 h zum Seemannssonntag ins Museum und kommen Sie direkt mit uns ins Gespräch. Wir freuen uns auf Sie!

Wir danken herzlich für die Unterstützung: