Flaschenverschluss

1898
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Metallener Flaschenverschluss mit nachträglich wieder hinzugefügtem Korken. Beschriftung auf der Vorderseite: „Unsere ZUKUNFT liegt auf dem WASSER“. Motiv auf der Rückseite: Linienschiff in See. (7,5 x 3,5 x 3 cm)


Kaiser Wilhelm II. weiht am 23. September 1898 den Freihafen Stettin ein. Mit dem Ausspruch „Unsere Zukunft liegt auf dem Wasser“ gibt er während seiner Festrede Einblick in seine politisch-militärische Agenda. Im gleichen Jahr wird das erste Flottengesetz verabschiedet, das den Ausbau der Hochseeflotte ermöglicht. Obwohl die Worte in Stettin fallen, haben sie starken Einfluss auf Wilhelmshaven. In der dortigen Kaiserlichen Werft werden Kriegsschiffe gebaut und die Hafenanlagen erweitert. Im Rahmen der Flottenbegeisterung in der Bevölkerung kommen Besucher in die Jadestadt, wo entsprechende Souvenirs angeboten werden. Auch lange Zeit nach dem eigentlichen Ausspruch gilt das Zitat als Zeichen angestrebter Größe, deren sichtbares Zeichen eine schlagkräftige Flotte ist.


Der Bedarf an den erwähnten Souvenirs führt 1917 zur Gründung eines bekannten Wilhelmshavener Spielwaren- und Andenkengeschäfts durch Fritz Finke (geboren 1894, gestorben 1978). Zu Finkes Sortiment, der aufgrund seiner Bekanntheit auch „Marine Finke“ genannt wird, gehören auch Postkarten mit maritimen Themen. Diese stellen bis heute eine wichtige Quelle für historisches Bildmaterial dar.


Wilhelmshaven wird 150

150 Jahre

Preußens Wunsch nach einem Marinehafen an der Nordsee liefert die Initialzündung für die Gründung der Stadt am Jadebusen. Seitdem prägt das Miteinander von Militär und Stadt die Stadtgeschichte.

Eine Ausstellungsprojekt im Marinemuseum wird dies untersuchen. Im Mittelpunkt steht ein Ausstellungskalender, den Sie befüllen können: Wir suchen Objekte, welche die Wechselbeziehung von Stadt und Militär dokumentieren.

Wo spielten Soldatinnen und Soldaten im gesellschaftlichen Leben der Stadt eine Rolle. Wie sah der Alltag in einer Garnisonstadt aus? Wie veränderte der Krieg das Leben der Bürgerinnen und Bürger?


Wir suchen Exponate

Exponate

Sie haben ein Objekt, das das Miteinander von Stadt und Militär illustriert und etwas über die Geschichte der Bürgerinnen und Bürger von Wilhelmshaven verrät?

Dann bringen Sie es aus dem Dunkel ins Licht der Öffentlichkeit, stellen Sie es uns vor, erzählen Sie uns, mit wessen Geschichte es verbunden ist und was es mit ihm auf sich hat.

Gemeinsam mit Ihnen überlegen wir, ob und wie es in den Ausstellungskontext eingebunden werden kann.

Das Digitale ist Ihnen zu umständlich? Kein Problem: Kommen Sie einfach an jedem ersten Donnerstag im Monat um 15.00 h zum Seemannssonntag ins Museum und kommen Sie direkt mit uns ins Gespräch. Wir freuen uns auf Sie!

Wir danken herzlich für die Unterstützung: