Prüfbuch der Wachtuhr M 571

1896
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Prüfbuch mit grünem Leinenbezug und braunem Lederrücken. Etikett beschriftet mit „S 24 Wachtuhr M 571.“ (21 x 13,2 x 1 cm)

Inventarnummer: 2010-092-001


Dieses Prüfbuch entsteht ursprünglich, um Zustand, Einsatzort Reparaturen und Veränderungen an einer Wachtuhr mit der Nummer „M 571“ zu dokumentieren. Die Uhr wird von der Wilhelmshavener Firma Albin Schuchmann hergestellt, die an unterschiedlichen Standorten in der Roonstraße (heute Rheinstraße) bis 1945 Uhren für deutsche Marinen herstellt. Am 9. Oktober 1896 wird die Uhr an das Instrumenten Depot der Kaiserlichen Werft übergeben. 3 Jahre später folgt der erste Einsatz auf dem Küstenpanzerschiff SMS SIEGFRIED. Nach einer Reparatur bei der Firma Schuchmann folgen bis 1915 Einsätze auf dem Kanonenboot SMS HYÄNE und den Torpedobooten S 44, V 152, S 152 und S 24. Später wird das Buch für Notizen verwendet. So finden sich drei Seiten handschriftlicher Notizen mit Bleistift über das Gewicht der Torpedorohre des Linienschiffs SMS HANNOVER.
Dieses Prüfbuch zeigt einerseits die Bedeutung der Marine für die Wilhelmshavener Betriebe. Andererseits verdeutlicht sie auch in Zeiten vor Satellitennavigation und Sprechfunk die Wichtigkeit von exakten Zeitangaben in der militärischen Operationsplanung. Zuletzt wirft die Umnutzung ein Schlaglicht auf eine zeitgenössische Form des Recyclings.


Leider ist über die Bearbeiter dieses Buches nichts bekannt.


Wilhelmshaven wird 150

150 Jahre

Preußens Wunsch nach einem Marinehafen an der Nordsee liefert die Initialzündung für die Gründung der Stadt am Jadebusen. Seitdem prägt das Miteinander von Militär und Stadt die Stadtgeschichte.

Eine Ausstellungsprojekt im Marinemuseum wird dies untersuchen. Im Mittelpunkt steht ein Ausstellungskalender, den Sie befüllen können: Wir suchen Objekte, welche die Wechselbeziehung von Stadt und Militär dokumentieren.

Wo spielten Soldatinnen und Soldaten im gesellschaftlichen Leben der Stadt eine Rolle. Wie sah der Alltag in einer Garnisonstadt aus? Wie veränderte der Krieg das Leben der Bürgerinnen und Bürger?


Wir suchen Exponate

Exponate

Sie haben ein Objekt, das das Miteinander von Stadt und Militär illustriert und etwas über die Geschichte der Bürgerinnen und Bürger von Wilhelmshaven verrät?

Dann bringen Sie es aus dem Dunkel ins Licht der Öffentlichkeit, stellen Sie es uns vor, erzählen Sie uns, mit wessen Geschichte es verbunden ist und was es mit ihm auf sich hat.

Gemeinsam mit Ihnen überlegen wir, ob und wie es in den Ausstellungskontext eingebunden werden kann.

Das Digitale ist Ihnen zu umständlich? Kein Problem: Kommen Sie einfach an jedem ersten Donnerstag im Monat um 15.00 h zum Seemannssonntag ins Museum und kommen Sie direkt mit uns ins Gespräch. Wir freuen uns auf Sie!

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