Kopf eines Niethammers

1895
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Der Kopf eines Niethammer hat die Maße 13,6x3,1x3,4 cm und ein Gewicht von 738 Gramm. An den Seiten befindet sich die erwähnte Gravierung: „Mit diesem Hammer schlug Seine Majestät Kaiser Wilhelm II. das erste Niet in die Kielplatte des Linienschiffes Kaiser Friedrich III. am 5. März 1895 zu Wilhelmsh.[aven]“. Inventarnummer: 2003-151-001


Das Deutsche Kaiserreich strebt nach seiner Gründung einen Platz im Kreis der Großmächte an. Im Zeitalter des Imperialismus scheint dazu eine Flotte notwendig zu sein. Die Marinebegeisterung von Kaiser Wilhelm II. tut hierzu sein Übriges. Der Kaiser zeigt sich gerne mit ‚seiner‘ Flotte und ist deshalb oft in Wilhelmshaven. So auch am 5. März 1895, als er symbolisch die erste Niete in die Kielplatte des Linienschiffs S.M.S. Kaiser Friedrich III. einschlägt. Als Erinnerungsstück wird der dafür verwendete Hammer mit Datum und Ereignis graviert. Die Entwürfe des betreffenden Linienschiffs waren vorher zu einem Politikum geworden. Der Kaiser hatte sich in die Planungen eingeschaltet und eigene Entwürfe vorgelegt. Das Reichsmarineamt protestierte dagegen. Zu Recht wie sich durch ein neutrales Gutachten zeigte. Wäre es nach den Wünschen Wilhelms II. gegangen, hätte das Schiff unter erheblichen Stabilitätsproblemen gelitten.


Friedrich Wilhelm Viktor Albert von Preußen wird am 27. Januar 1859 in Berlin geboren. Im sogenannten „Dreikaiserjahr“ 1888 sterben nacheinander sein Großvater und Vater (nach dem das erwähnte Linienschiff benannt ist). Deshalb wird Wilhelm am 15. Juni 1888 als Wilhelm II. zum deutschen Kaiser gekrönt. Seine ersten Regierungsjahre sind geprägt durch progressive Sozialreformen. Allerdings zerbricht nach der Entlassung des Reichskanzlers Otto von Bismarck im Jahr 1890 Stück für Stück dessen Frieden sicherndes Bündnisgeflecht zwischen den europäischen Großmächten. Auch durch das persönliche Eingreifen Wilhelms II. verschärft sich so der Konflikt in Europa, der schließlich im Ersten Weltkrieg mündet. An dessen Ende wird er am 9. November 1918 wird er zur Abdankung gezwungen und muss ins Exil in die Niederlande gehen. Dort verstirbt er am 4. Juni 1941.


Wilhelmshaven wird 150

150 Jahre

Preußens Wunsch nach einem Marinehafen an der Nordsee liefert die Initialzündung für die Gründung der Stadt am Jadebusen. Seitdem prägt das Miteinander von Militär und Stadt die Stadtgeschichte.

Eine Ausstellungsprojekt im Marinemuseum wird dies untersuchen. Im Mittelpunkt steht ein Ausstellungskalender, den Sie befüllen können: Wir suchen Objekte, welche die Wechselbeziehung von Stadt und Militär dokumentieren.

Wo spielten Soldatinnen und Soldaten im gesellschaftlichen Leben der Stadt eine Rolle. Wie sah der Alltag in einer Garnisonstadt aus? Wie veränderte der Krieg das Leben der Bürgerinnen und Bürger?


Wir suchen Exponate

Exponate

Sie haben ein Objekt, das das Miteinander von Stadt und Militär illustriert und etwas über die Geschichte der Bürgerinnen und Bürger von Wilhelmshaven verrät?

Dann bringen Sie es aus dem Dunkel ins Licht der Öffentlichkeit, stellen Sie es uns vor, erzählen Sie uns, mit wessen Geschichte es verbunden ist und was es mit ihm auf sich hat.

Gemeinsam mit Ihnen überlegen wir, ob und wie es in den Ausstellungskontext eingebunden werden kann.

Das Digitale ist Ihnen zu umständlich? Kein Problem: Kommen Sie einfach an jedem ersten Donnerstag im Monat um 15.00 h zum Seemannssonntag ins Museum und kommen Sie direkt mit uns ins Gespräch. Wir freuen uns auf Sie!

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