Taufschein ausgestellt vom Evangelischen Pfarramt der Marinestation der Nordsee

1891
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Bedrucktes Papier, Formular mit handschriftlichen Ergänzungen und Dienstsiegel „Kaiserl. Marine / Evangelisches Pfarramt“; unterzeichnet von Stationspfarrer Goedel; (33 x 21 cm)

Inventarnummer: 1989-003-003


Wilhelmshaven wird 1870 zur Marinestation der Nordsee geklärt. Die Marinestation der Ostsee hat ihren Sitz in Kiel. Am Nordende des repräsentativen Adalbertplatz in Wilhelmshaven entsteht das Stationsgebäude als Sitz des Kommandeurs. Am Südende des Adalbertplatzes wird 1872 die Elisabethkirche als Garnisonkirche eingeweiht. Kirche und Marine stehen sich durch die starke militärische Prägung der Stadt sehr nahe. Erst 1901 wird mit der Christuskirche eine Kirche für die zivile Gemeinde Wilhelmshavens eröffnet. Sie ist ebenfalls am Adalbertplatz im Herzen der Stadt verortet. Das Stationsgebäude und die Christuskirche werden durch Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg zerstört. Im Jahr 1959 wird die Elisabethkirche nach der Beseitigung von Kriegsschäden als Christus- und Garnisonkirche wiedereröffnet.


Gustav Friedrich Goedel wird 1847 in Hunsbach geboren. Er studiert Theologie an den Universitäten Halle, Utrecht und Bonn. Er ist sowohl Pfarrer der Marinestation in Wilhelmshaven als auch in Kiel und nimmt auch an Auslandsreisen der Marine teil. Zudem ist er auch als Autor tätig. Er verfasst ein Wörterbuch der seemännischen Sprache und Bücher über seine Reisen, große Persönlichkeiten und den Ersten Weltkrieg. Er stirbt 1918.


Wilhelmshaven wird 150

150 Jahre

Preußens Wunsch nach einem Marinehafen an der Nordsee liefert die Initialzündung für die Gründung der Stadt am Jadebusen. Seitdem prägt das Miteinander von Militär und Stadt die Stadtgeschichte.

Eine Ausstellungsprojekt im Marinemuseum wird dies untersuchen. Im Mittelpunkt steht ein Ausstellungskalender, den Sie befüllen können: Wir suchen Objekte, welche die Wechselbeziehung von Stadt und Militär dokumentieren.

Wo spielten Soldatinnen und Soldaten im gesellschaftlichen Leben der Stadt eine Rolle. Wie sah der Alltag in einer Garnisonstadt aus? Wie veränderte der Krieg das Leben der Bürgerinnen und Bürger?


Wir suchen Exponate

Exponate

Sie haben ein Objekt, das das Miteinander von Stadt und Militär illustriert und etwas über die Geschichte der Bürgerinnen und Bürger von Wilhelmshaven verrät?

Dann bringen Sie es aus dem Dunkel ins Licht der Öffentlichkeit, stellen Sie es uns vor, erzählen Sie uns, mit wessen Geschichte es verbunden ist und was es mit ihm auf sich hat.

Gemeinsam mit Ihnen überlegen wir, ob und wie es in den Ausstellungskontext eingebunden werden kann.

Das Digitale ist Ihnen zu umständlich? Kein Problem: Kommen Sie einfach an jedem ersten Donnerstag im Monat um 15.00 h zum Seemannssonntag ins Museum und kommen Sie direkt mit uns ins Gespräch. Wir freuen uns auf Sie!

Wir danken herzlich für die Unterstützung: