Notizbuch

1883
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Notizbuch mit Pappeinband und liniertem Papier. Eintragungen mit Tinte, Blei- und Buntstift. (10,5 x 16,5 x 1,5cm)

Inventarnummer: 2005-125-001


Während seines vierjährigen Dienstes in der Kaiserlichen Marine führt Anthon Bethäuser dieses Notizbuch. Seine zahlreichen Auslandsreisen, die ihn von Wilhelmshaven aus nach Dänemark, England, ins Mittelmeer und an die afrikanische Westküste führen, absolviert er unter anderem auf SMS MARS, ARIADNE, KÖNIG WILHELM, VIPER und FRIEDRICH CARL.
Gleichzeitig dient das Buch als selbstgefertigtes Nachschlagewerk für dienstliche Belange. Neben Notizen zum Flaggenalphabet und Tages- oder Dienstplanroutinen auf Kriegsschiffen enthält es auch Hinweise zum Desinfektionsmittel und Insektengift „Antinonnin“.
Das Notizbuch ist damit ein Wissensspeicher, der seinem Autor als Hilfestellung in dessen Dienstzeit diente. Heute ist es für uns ein spannendes Dokument über den Alltag in der Kaiserlichen Flotte, in der auch von einer Grippe potenziell tödliche Gefahr ausging, weshalb Bethäuser auf mehreren Seiten Wege zur Früherkennung und Behandlung niederschrieb.


Anton Bethäuser wird am 27. Oktober 1865 im bayrischen Kirchzell geboren. Von 1883 bis 1887 dient er in der Laufbahn der Mannschaften in der Kaiserlichen Marine und ist dabei mehrheitlich an Bord von Schiffen eingesetzt, die in Wilhelmshaven liegen. Nach dieser Dienstzeit kehrt Bethäuser nach Bayern zurück und dient Mitte der 1890er Jahre als Reservist in einer dortigen Landwehrformation. Über seinen weiteren Lebensweg ist leider nichts bekannt.


Wilhelmshaven wird 150

150 Jahre

Preußens Wunsch nach einem Marinehafen an der Nordsee liefert die Initialzündung für die Gründung der Stadt am Jadebusen. Seitdem prägt das Miteinander von Militär und Stadt die Stadtgeschichte.

Eine Ausstellungsprojekt im Marinemuseum wird dies untersuchen. Im Mittelpunkt steht ein Ausstellungskalender, den Sie befüllen können: Wir suchen Objekte, welche die Wechselbeziehung von Stadt und Militär dokumentieren.

Wo spielten Soldatinnen und Soldaten im gesellschaftlichen Leben der Stadt eine Rolle. Wie sah der Alltag in einer Garnisonstadt aus? Wie veränderte der Krieg das Leben der Bürgerinnen und Bürger?


Wir suchen Exponate

Exponate

Sie haben ein Objekt, das das Miteinander von Stadt und Militär illustriert und etwas über die Geschichte der Bürgerinnen und Bürger von Wilhelmshaven verrät?

Dann bringen Sie es aus dem Dunkel ins Licht der Öffentlichkeit, stellen Sie es uns vor, erzählen Sie uns, mit wessen Geschichte es verbunden ist und was es mit ihm auf sich hat.

Gemeinsam mit Ihnen überlegen wir, ob und wie es in den Ausstellungskontext eingebunden werden kann.

Das Digitale ist Ihnen zu umständlich? Kein Problem: Kommen Sie einfach an jedem ersten Donnerstag im Monat um 15.00 h zum Seemannssonntag ins Museum und kommen Sie direkt mit uns ins Gespräch. Wir freuen uns auf Sie!

Wir danken herzlich für die Unterstützung: