Zeitungsauschnitt Einweihung Wilhelmshaven 1869

1869
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Holzschnitt, nachträglich handkoloriert. Papier (37 x 26,5 cm)


Der Holzschnitt aus „Ueber Land und Meer. Allgemeine Illustrierte Zeitung“ von 1869 zeigt die Ereignisse des 17. Juni 1869. An diesem Tag erhält die entstehende Stadt und der neue Hafen an der Jade den Namen „Wilhelmshaven“ in Anwesenheit des namensgebenden König Wilhelm von Preußen. Die Taufzeremonie findet auf dem Kopf der Mole der sogenannten „ehemaligen zweiten Einfahrt“ statt. Den eigentlichen Taufakt führt der preußische Kriegsminister Albrecht von Roon durch. Seine Taufrede endet mit den Worten: „So verkündige ich denn Kraft des mir erteilten königlichen Befehls, dass von dieser Stunde an, dieser Hafen und diese ihm werdende Stadt »Wilhelmshaven« heißen soll, »Wilhelmshaven« heißen wird für alle Zeiten.“
Die Mole der ehemaligen zweiten Einfahrt ist erhalten und begehbar.


Über den Koloristen, der das Bild nachträglich sehr sorgfältig mit Farben versehen hat, ist nichts bekannt. Aus diesem Grund muss auch offenbleiben, ob es sich bei der Flagge in den Farben Schwarz-Rot-Gold auf dem Dach des Baldachins um einen Fehler oder eine bewusste künstlerische Interpretation der historischen Ereignisse handelt. Der im Jahr 1869 existierende deutsche Staatenverbund, der Norddeutsche Bund, unter der Führung Preußens führte eine Schwarz-Weiß-Rote Flagge. Die auf dem Stich gezeigte Flagge in den heute bekannten Farben Schwarz-Rot-Gold war jedoch die Seekriegsflagge der Bundesflotte, die während der deutschen Revolution von 1848 ins Leben gerufen wird und zur Zeit der Stadtgründung bereits der Vergangenheit angehörte.


Wilhelmshaven wird 150

150 Jahre

Preußens Wunsch nach einem Marinehafen an der Nordsee liefert die Initialzündung für die Gründung der Stadt am Jadebusen. Seitdem prägt das Miteinander von Militär und Stadt die Stadtgeschichte.

Eine Ausstellungsprojekt im Marinemuseum wird dies untersuchen. Im Mittelpunkt steht ein Ausstellungskalender, den Sie befüllen können: Wir suchen Objekte, welche die Wechselbeziehung von Stadt und Militär dokumentieren.

Wo spielten Soldatinnen und Soldaten im gesellschaftlichen Leben der Stadt eine Rolle. Wie sah der Alltag in einer Garnisonstadt aus? Wie veränderte der Krieg das Leben der Bürgerinnen und Bürger?


Wir suchen Exponate

Exponate

Sie haben ein Objekt, das das Miteinander von Stadt und Militär illustriert und etwas über die Geschichte der Bürgerinnen und Bürger von Wilhelmshaven verrät?

Dann bringen Sie es aus dem Dunkel ins Licht der Öffentlichkeit, stellen Sie es uns vor, erzählen Sie uns, mit wessen Geschichte es verbunden ist und was es mit ihm auf sich hat.

Gemeinsam mit Ihnen überlegen wir, ob und wie es in den Ausstellungskontext eingebunden werden kann.

Das Digitale ist Ihnen zu umständlich? Kein Problem: Kommen Sie einfach an jedem ersten Donnerstag im Monat um 15.00 h zum Seemannssonntag ins Museum und kommen Sie direkt mit uns ins Gespräch. Wir freuen uns auf Sie!

Wir danken herzlich für die Unterstützung: